Monteverde – im Nebelwald, zwischen Baumkronen und Wolken

Pressereise in Kooperation mit Napur Tours

Dichtes Grün soweit das Auge reicht und Millionen winziger Wassertröpfchen, viel feiner als Nieselregen, die auf unserer Haut landen. Fast fühlt es sich ein wenig wie in einer anderen Welt an, ähnlich einer Feen- & Elbenlandschaft aus Herr der Ringe. Doch es ist weitaus mehr als nur das. Monteverde (dt. der grüne Berg) ist eine der bedeutendsten Naturschutzregionen Costa Ricas. Gelegen auf 1300m im zentralen Hochland ist der Bergnebelwald auch eines der touristischen Highlights des Landes.

Seine Besonderheit liegt vor allem im Nebel, der als feuchter, heißer Wind vom Meer herüberpeitscht, um schließlich am kühlen Monteverde als Regen und Nebel zu kondensieren. Schon bei der Anreise spürt man diesen Wind, der – am Ende der Trockenzeit – über trockenes, fast ausgedörrtes Land fegt, während in der Ferne immer wieder dichtes, sattes Grün leuchtet: Monteverde. Wer nicht aufpasst, dem fliegt hier auch mal die Sonnenbrille vom Kopf. Der stetige Strom an Feuchtigkeit, die sich fast ausschließlich in einer Region niederschlägt, erschuf ein einzigartiges Dickicht aus Farnen, Büschen, Gräsern und Bäumen, die der Bezeichnung „Riesen“ nicht spotten.

Längst kein Geheimtipp mehr, haben Monteverde und das Zentrum der Region, Santa Elena, dennoch Charme bewahrt. Die Restaurants im Ort sind hochpreisig, dafür aber kreativ und lecker. Das Spektrum touristischer Infrastruktur bietet Programm für eine ganze Woche. Hier kann man über den Baumwipfeln auf Hängebrücken marschieren oder wie Tarzan und Jane über die mächtigen Baumkronen mit Zip Linern hinwegsausen, Schmetterlingsgarten, Kolibricafé, Reptilienzoo und Fledermaushaus besuchen oder eine Kaffeetour machen.

Aktivitäten, die wir für 2 Tagen ausgewählt haben:

Reserva Monteverde

Das Naturschutzgebiet ist vor allem für Naturfans ein Höhepunkt. Es ziehen sich zahlreiche Wanderwege durch das Areal, die beliebig zu einem Rundweg aneinandergekoppelt und so individuell an die gewünschte Schwierigkeit und Dauer angepasst werden können. Die Wege führen fast nur durch Primärwald. Das ist Wald mit richtig alten Bäumen, die richtig hoch wachsen. Dabei geht’s ein bisschen bergauf und bergab. Auf große Tierbeobachtungen sollte man sich hier eher nicht einstellen, denn diese bleiben meist im gut geschützten Dickicht, der nicht zugänglichen Bereiche (nur 2% des Reservats sind für Besucher erschlossen). Dennoch ist das Dickicht von Baumriesen, Büschen, Farnen, Lianen und Kletterpflanzen beeindruckend. Auch eine Hängebrücke und einen kleinen Wasserfall gibt es auf den Wegen zu entdecken. Wir hatten Pech und haben außer zwei dicken schwarzen Vögeln mit blauen Schnäbeln keine Tiere gesehen. Das hat die Waldwanderung durch wenig abwechslungsreiche Landschaft ohne Ausblicke auf Dauer etwas ermüdend gemacht.

Nachtwanderung

Ein absolutes Highlight war dafür die geführte Nachtwanderung durch den Nebelwald. Wir machten unsere Tour im Reserva de Santa Elena, wo wir verschiedene Tiere sichten konnten, darunter auch ein Faultier, das sich leider sehr hoch im Baumwipfel versteckte, einen brütenden Kolibri, schlafende Vögel, ein flink flitzendes Armadillo, einen hoch kletternden Wickelbären, Spinnen, Kakerlaken – you name it.
Unser Tipp: unbedingt lange Kleidung tragen und entweder ausreichend Insektenschutzmittel oder – wie wir – entsprechende Kleidung (bspw. die Nosilife-Kollektion von Craghoppers) tragen.

Selvatura Park

Der Selvatura Park ist das wohl bekannteste Privatreservat Costa Ricas. Hier ist alles auf das touristische Erlebnis im Urwald ausgerichtet und für jeden Gusto das Richtige dabei, was sie sich auch entsprechend zahlen lassen. Auch die bekannte Hängebrückentour befindet sich hier. Ein schön angelegter 2,5km langer Wanderweg führt direkt durch Primärwald und auch immer wieder hoch über den Boden über 7 Hängebrücken durch die Baumwipfel des Waldes, wo man – mit aufmerksamen Blick und bei richtigem Wetter – auch gut einige Tiere erspähen kann.
Neben der Hängebrückentour kann man hier auch noch Zip-Lining (Canopy) buchen, sowie Schmetterlinge, Faultiere und Reptilien sehen.

Kostenfaktor

Monteverde ist ein vergleichsweise teures Pflaster. Die Eintrittspreise für Hängebrücken oder Canopy belaufen sich schnell auf gut 50$/Person und aufwärts. Für’s Essen gehen kann man ca. 20$ pro Nase (oder Bauch?) inkl. Getränk rechnen.

Wetter und Reisezeit

Die Regenzeit fällt üblicherweise in die Monate Mai-November, bei unserem Aufenthalt 2021 fing diese allerdings deutlich früher an als üblich und so war das Regenwaldfeeling komplett. Grundsätzlich hat es in den Wäldern stets 100% Luftfeuchtigkeit, was an der klimatischen Besonderheit der Gegend liegt und auch die einzigartige Vegetation als auch Tierwelt ausmacht. Somit gehört eine gute Regenkleidung, als auch Wanderschuhe zur Basisausstattung bei einem Besuch des Ortes, denn die Bezeichnung Nebelwald kommt nicht von ungefähr.

Anreise

Die Anfahrt in das Touristenzentrum im Nordwesten galt lange Zeit als absolutes Abenteuer für Offroadfans. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die „Schotterpiste“ sehr gut präpariert ist und wie unser 4×4 nicht einmal anschalten mussten. Dafür gab’s Windböen um die 100kmh und eine Regenbogen, der uns bis zum Ziel begleitet hat und fast nahtlos in einen spektakulären Sonnenuntergang überging. Leider das einzige Farbenspiel, das wir bei unserem Aufenthalt erleben durften. Je nach Lage der Unterkunft und Wetterverhältnisse ist ein Allradantrieb aber natürlich trotzdem sinnvoll. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs ist, kann entweder den Shortcut von Arenal über den See nehmen oder mit dem Bus von San José oder Tilarán anreisen.

Die Reise nach La Fortuna wurde in Zusammenarbeit mit Napur Tours umgesetzt. Napur Tours ist ein deutscher Reiseveranstalter mit Schwerpunkt auf Mittel- & Südamerikareisen. Steffi und Dirk ist es ein Anliegen, ihre Leidenschaft für Lateinamerika in persönlicher Betreuung weiterzugeben. Sie organisieren maßgeschneiderte individuelle Reisen und achten dabei immer auf ein nachhaltiges Erlebnis. Sie haben sowohl Natur- & Umweltschutz, als auch die Wahrung der Menschenrechte und einen fairen Umgang miteinander im Blick.

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5 Kommentare bei „Monteverde – im Nebelwald, zwischen Baumkronen und Wolken“

  1. Hallo Kristina,

    vielen Dank für den Beitrag. Unsere Freunde wollen uns nächstes Jahr Ostern beim Skifahren versetzen, da sie auch die Wassertropfen von Costa Ricas Wäldern und Wasserfällen spüren wollen. So leite ich deinen Beitrag weiter und hoffe sie können die richtige Entscheidung für sich leichter fällen.

    Liebe Grüße
    Thore

    1. Hallo Thore, das ist natürlich traurig für euch, aber Costa Rica ist definitiv eine Reise wert. Leute ihnen gerne unsere Artikel weiter 🤗 ganz liebe Grüße, Kristina

  2. Wow, die Nachtwanderung durch den Dschungel war bestimmt ein fantastisches Erlebnis! Das würde ich auch gern mal machen. Waren die Spinnen denn sehr groß? Grusel…

    Viele Grüße
    Jenny

    1. Ja die Nachtwanderung war wirklich spannend, wir hatten einen tollen Guide. Die Spinnen waren nicht wild, aber das liegt natürlich auch im Auge des Betrachters 🤔 ich bin ja eher der Typ der sich vor kleinen Nagern oder Tauben fürchtet als vor Spinnen 😅

  3. Hallo Kristina,
    welch tolles Erlebnis das war, bin ganz begeistert, nicht nur über die Wälder und Wasserfälle, auch das Tierreich. Traumhaft und die Fotos spiegelt das dem Leser.

    Liebe Grüße
    Caro

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