Echt jetzt?: Flugreisen während der Pandemie?

Wer nach einem Jahr Lockdown sehnsüchtig in die Ferne schweift wird wohl meist mit folgendem­­­­ konfrontiert: „Was Fliegen? Das geht doch gerade garnicht. Außerdem dürfen wir ja eh nirgends hin.“  Nun, so ganz richtig ist das mit dem Reiseverbot nicht. Denn auch, wenn es vergleichbar mit der „alten“ Normalität wesentlich komplizierter wird zu reisen – unmöglich ist etwas anderes.

Im folgenden beschreiben wir euch exemplarisch den Ablauf, die Komplikationen und Besonderheiten unserer Reise nach Costa Rica kurz vor Ostern 2021 – während Österreich auf den 4. Lockdown („Osterruhe“) zusteuert.

Auswahl des Flugziels: Warum Costa Rica?

Costa Rica war schon eine ganze Weile auf unserer Wunschliste, besonders da Kristina das Land schon vor Jahren als Backpackerin bereist hat und so mit großer Begeisterung von Mittelamerika schwärmt. Costa Rica wird auch als „die Schweiz Mittelamerikas“ bezeichnet. Auch wenn der Vergleich im Allgemeinen ein wenig hinkt, findet man hier einen vergleichsweise hohen Lebensstandard und gute medizinische Versorung vor.

Costa Rica wurde zu Beginn der Pandemie genauso wie die meisten anderen Nationen etwas überrascht, hat aber dann mit einer Mischung aus guter Kommuniktation der Maßnahmen und mildem Klima gut die Kurve bekommen und hat seither recht konstant niedrige Fallzahlen. Deshalb konnte sich das Land auch schnell wieder dem Tourismus öffnen (November 2020). Obwohl man zur Zeit unserer Reise keinen negativen Test zur Einreise vorweisen musste, heißt das nicht, dass man einfach so wie „früher“ einreisen kann.

Folgende Dinge sind neben euren Flugtickets notwendig:

Versicherung

Um die Reise überhaupt antreten zu können braucht es neben den Flugtickets eine Reisekrankenversicherung, die auch Corona-Fälle abdeckt. Sinn macht definitiv auch eine Reiserücktrittsversicherung – für den unschönen Fall, dass man doch nicht Reisen darf oder kann.

Pase de Salud

Der Pase de Salud ist für jeden Reisenden auszufüllen und umfasst eine Fülle von Daten, inkl. der Angabe der letzten Aufenthaltsorte. Die Daten werden über ein Online-Formular eingegeben. Anschließend erhält man einen QR-Code für jeden Reisenden. Diesen solltet ihr unbedingt auf eurem Smartphone speichern, evtl. ausdrucken und ggf. auf alle Mitreisenden verteilen. Denn ohne den Code wird man euch am Flughafen in San Jose nicht einreisen lassen.

Ein negativer COVID-19 Test ist derzeit (Stand Ende März 2021) nicht notwendig um nach Costa Rica einzureisen.

Abreise: Vorlauf am Flughafen

Auch wenn am Flughafen wesentlich weniger los ist als zu normalen Zeiten, ist es dennoch ratsam rechtzeitig 2-3h vorher da zu sein. Denn dank der vielen verschiedenen Reisebestimmungen der einzenlnen Länder kann es schon mal sein, dass ein unvorbereiteter Reisender vor euch den Check-in Schalter für 30 min blockiert, weil er/sie keinen Test vorweisen kann oder nicht die notwendige Versicherung oder Formulare mitbringt.

Einchecken: Online und am Schalter

Deshalb ist es extrem sinnvoll schon vorab online einzuchecken. Der Besuch am Schalter ist aber dennoch notwendig, da die Airline überprüft, ob ihr alle Dokumente mitbringt, bevor ihr abfliegt.

Fliegen nur mit Maske

Während des gesamten Flugs müssen Erwachsene und Kinder ab 6 Jahren eine Maske tragen. Erlaubt sind FFP2, N95 oder OP-Masken – selbstgenähte Stoffmasken leider nicht. Ausnahmen gibt es nur mit ärztlichem Attest auf einem vorgefertigeten Formular in Verbindung mit einem negativen COVID-19 Test.

Wenn ihr Fieber oder starke Erkältungssymptome habt, solltet ihr freilich auf den Antritt der Reise verzichten. Ein leichter Schnupfen ist aber laut Lufthansa kein Problem – zumal die Luft im Flieger ständig gefiltert bzw. mit frischer Außenluft ausgetauscht wird.

Aktuelle und genauere Infos für Flüge mit Lufthansa gibt’s hier:

Lufthansa – FAQ Hygienemaßnahmen COVID-19
Lufthansa – FAQ zur Mund-Nase-Bedeckung

Einreise in Costa Rica

Nachdem wir endlich in San Jose gelandet sind, geht es zunächst durch eine Fieberkontrollstelle. Wir Erwachsenen werden über ein Kamerasystem automatisch gemessen, die Kleinen kontaktfrei von einer netten Dame mit Infrarot-Thermometer. Nachdem wir unser Gepäck eingesammelt haben geht es durch die Einreisekontrolle. Hier werden neben dem Pass auch der Pase de Salud kontrolliert. Dieser ist eine Art Gesundheitspass in Form eines QR-Codes, den ihr bekommt, nachdem ihr das recht umfangreiche Formular online ausgefüllt habt. Wichtig: Auch euer erster Aufenthaltsort wird abgefragt.

Persönliches Fazit

Im Grunde lief der Flug als auch die Einreise völlig stressfrei ab. Der 12 Stunden lange Flug ging größtenteils über Nacht, weshalb die drei Jungs (auch dank vorab gebuchtem Babybett) recht stressfrei an uns vorüberging. Bei Ankunft in Costa Rica waren die Kids natürlich trotzdem recht müde und vor allem Mo auch total aufgeregt. Die Nacht war entsprechend unruhig und endete kurz vor 5 Uhr morgens, was für uns weniger dramatisch war, da wir selber die Zeit im Flieger zum Schlafen nutzten und auch bei uns der Jetlag einschlug. Wir haben uns bewusst vorab eine schöne Unterkunft für drei Tage gebucht, da wir uns genug Zeit geben wollten in Ruhe anzukommen. Wir haben uns also im Grunde erstmal nichts vorgenommen und das war auch gut so, denn die Kids brauchten doch erstmal recht ausgedehnte Tagesschläfchen. Ab Tag 2 regelten sich die Schlafenszeiten wieder in Richtung „normal“, auch wenn uns das frühe Aufstehen wohl noch etwas begleiten wird.

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Ein Kommentar bei „Echt jetzt?: Flugreisen während der Pandemie?“

  1. Costa Rica, da wäre ich jetzt auch gerne. Vielen Dank fürs Teilen eurer Erfahrungen. Ist ja irgendwie alles ganz neu und anders mit Corona,obwohl wir eigentlich alte Hasen im Reisemetier sind.

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