Karibische Träume in Costa Rica – von Cahuita bis Manzanillo

Regen, Reggae Beats, endlos lange Sandstrände und Faultiere: Pura Vida gepaart mit einer Multikulti Expat Gemeinde und viel Wildlife. Die Karibikküste Costa Ricas ist anders als der Rest des Landes und allein schon deshalb auf jeden Fall sehenswert. In der Gegend kann man einige ganz besondere (Natur-)Erlebnisse sammeln, die die Region einzigartig machen. Wir haben 10 Tage dort verbracht und hatten genügend Zeit die Gegend ausführlich zu erkunden – 20 unvergesslich karibische Erlebnisse möchten wir euch hier vorstellen.

Unsere Tipps für abwechslungsreiche Tage an der Atlantikküste

1. Die Vielzahl und Diversität der Strände genießen

Von Playa Negra angefangen, welcher nördlich von Puerto Viejo liegt und feinsten schwarzen Vulkansand bietet, über Playa Cocles, Punta Uva, Playa Chiquita bis nach Manzanillo – hier findet man entlang des Weges auch noch eine vielzahl versteckter Ecken an denen man den Beach ganz für sich hat. Hier wird jeder – vom Surf-Junkie über den Schnorchler bis zum Strand-Chiller und Sandburgenbauer – fündig. Zu unseren persönlichen Favoriten gehören Playa Manzanillo, Playa Cocles und Playa Arrecife.

2. Cahuita Nationalpark

Das Dorf, welches etwa 20 Minuten nördlich von Puerto Viejo liegt ist vor allem wegen seines kleinen Nationalparks bekannt. Es heißt hier kann man am einfachsten von allen Parks auch ohne Guide Tiere zu Gesicht bekommen. Jain sagen wir, schön ist der Park dennoch und ebenso schöne Strände gehören zum Naturschutzgebiet dazu. Der Eintritt ist mit 5$ sehr moderat.

3. Kulinarisches Verwöhnprogramm

In Puerto Viejo leben Menschen aus über 120 verschiedenen Nationen und fast genauso vielfältig ist die dortige Restaurantszene & Essenskultur. Leckere costaricanisch-karibische Kokosgerichte werden hier neben dem französischen oder wahlweise italienischen Bäcker, dem japanischen Sushi oder den mexikanischen Tacos angeboten. Puerto Viejo ist ein Gaumenschmaus, vor allem für jene, die schon länger reisen und sich auf eine Abwechslung zum täglichen Gallo Pinto freuen.

4. Reserva Natural de Manzanillo

Der südlichste Zipfel Costa Ricas, direkt an der Grenze zu Panama liegend beherbergt ein Naturreservat, das eines der vielfältigsten Costa Ricas ist. Der Wanderweg führt entlang der Küste, vorbei an Punta Manzanillo, dem Aussichtspunkt, über wunderschöne Badebuchten um sich dann irgendwann im Wald in einen recht matschigen Pfad zu verwandeln. Theoretisch kann man hier bis Punta Mona oder Playa Gandoca weitergehengehen, idealerweise aber nicht ohne Wanderschuhe und Mückenschutz. Ein Guide ist besonders bei Touren bis zur Punta Mona oder weiter sehr enpfehlenswert.

5. ChocorArt

Wandere durch eine wunderschön wild wachsende Kakaoplantage und lerne von den sympathischen Ex-Schweizern, die vor 30 Jahren die Kakao-Finca übernommen haben alles über das Wachsen, Ernten und Produzieren von Schokolade. Hilf bei der Herstellung und verkoste herrlich frisch zubereiteten Kakao wie ihn schon die Mayas tranken. 25$ in der Gruppe (täglich 15 Uhr) oder 80$ die Private Tour (empfehlenswert vor allem für Familien).

6. Endlose Strandspaziergänge unternehmen

auf einer der vielen Schaukeln am Meer die Seele baumeln lassen, Schiffswracks entdecken, Tiere beobachten oder einfach ein kleines Workout an einem der Strandgeräte einbauen. Langweilig wird es hier nie.

7. Rescue Center

Warum „eingesperrte“ Tiere anschauen, wenn man sie doch in freier Natur bestaunen kann? Das Rescue Center ist mehr, anders und total unterstützenswert. Hier werden unzählige Tiere behandelt, regeneriert und nach Möglichkeit wieder in die Natur entlassen oder ihnen ein Platz bis zum Lebensende geboten, wenn dies nicht mehr möglich ist. Die Tour kostet 22$, denn das Projekt finanziert sich zu 100% nur von den eigenen Einnahmen. Allerdings ist die Führung auch alles andere als 08/15. Neben vielen Infos zu den Tieren selber bekommt man zu jedem einzelne seine persönliche Geschichte. Emotional und schön zu sehen mit wie viel Engagement hier (oft auf ehrenamtlicher Basis) gearbeitet wird.

8. The Ara-Project

Schon am Eingangsbereich dominiert hier das unverkennbare Gekreische in den hohen Baumwipfeln. Das Ara Projekt ist ein gemeinnütziges zoologisches Projekt, das sich dem Erhalt der in Costa Rica heimischen Papageienarten widmet und auch kontrollierte Aussetzungen der Aras in die Natur begleitet. Sehr empfehlenswert.

9. Das Pura Vida genießen

sich ins zeitlose fallen lassen, Kokosnüsse schlürfen und dem allgemeinen Treiben zusehen, während man leise (oder laute) Reggeabeats im Ohr hat. Einige Impressionen, was euch so dabei so über den Weg laufen könnte…

10. Schnorcheln

Je nach Wetter eignen sich die Strände in Puerto Viejo, Cahuita und Manzanillo auch überaus gut zum Schnorcheln. Wir hatten leider kein Glück, da Wellen und Strömung durch den täglichen Regen zu stark waren und das Wasser zu aufgewühlt.

11. Surfen

Auf jeden Fall gehören hier Surferlebnisse am Playa Cocles zum Pflichtprogramm. Hinterher ab ins Tasty Waves und mit leckeren Beef Tacos und einem Magarita den Tag ausklingen lassen. Der Surferladen ist auch überaus kinderfreundlich und hat sogar eine kleine Spielecke.

12. Radfahren

Die Strände, Nationalparks und Restaurants zwischen Cahuita und Manzanillo lassen sich auch wunderbar per Fahrrad entdecken. Bikes gibt es vor Ort zu mieten – entweder den klassischen Beach-Cruiser oder Mountainbikes, wobei die meisten Routen eher entlang der Hauptstraße gehen. Richtige Mountainbike Touren mit Guide gibt es aber im Landesinneren zu finden.

13. Die Spitze von Punta Uva erklimmen

Diese kleine und kurzweilige Wanderung führt durch den Wald auf die felsige Spitze Punta Uvas, vorbei am Grab des Begründers und nach kleiner Kletterpartie hinunter zum Wasser zum natürlichen Höhlenfenster.

14. Samstag ist Markttag

In Puerto Viejo fidnet jeden Samstag der „Farmer’s and Artisians Market“ statt. Hier findet ihr eine Auswahl der lokalen Produkte aus der Landwirtschaft ebenso wie Kunsthandwerk.

15. BriBri Wasserfälle

Wasserfälle gibt es in Costa Rica zuhauf, dennoch sind sie einfach immer wieder schön zu sehen und einen Abstecher wert. Gelegen an eher ruhigen Plätzchen im Landesinneren kann man hier in der Gegend entweder den Bri-Bri Voilo Wasserfall oder die Cataratas Bribri Talamanca besuchen. Bei beiden kann man in einem der Pools unter den Wasserfällen baden und sich erfrischen. Die Bri-Bri Wasserfälle sind eigentlich eine ganze Kaskade von mehreren unterschiedlich hohen Wasserfällen mit Becken zwischen Hone-Creek und Bri-Bri. Am bewachten Parkplatz zahlt man einen kleinen Eintritt von etwa 1000 Colones. Nach starkem Regen ist das Wasser recht kalt und schlammig.

16. Indigene Kulturen kennenlernen

Ganz in der Nähe von Puerto Viejo und der Bri Bri Wasserfälle liegt auch eine Reservat, das die Traditionen der Bri-Bri Ureinwohner pflegen und bewahren soll. Touren erlauben Einblicke in den Alltag der Bri-Bri Indianer und sollten gleichzeitig finanziell helfen die Kultur zu bewahren.

17. Die vielfältigen Sonnenuntergänge

am Strand genießen. Jeden einzelnen und die letzten Minuten am Strand genießen, bevor es schlagartig ab 18 Uhr dunkel wird. Unbezahlbar schön.

18. Faultiere beobachten

Die größte Wahrscheinlichkeit einfach in freier Natur ein Faultier zu sehen hat man an der Karibikküste. Wir hatten eines der putzigen Wollknäul direkt vor unserem kleinen Bungalow im Baum. Man kann sie außerdem im Rescue Center oder im Sloth Sanctuary ganz aus der Nähe betrachten und in geführten Touren näheres zu den einzelnen Tieren erfahren. Die Einrichtung päppelt seit 1992 verletzte und verwaiste Faultiere auf und trägt wohl auch einiges zur Forschung rund um die putzigen Fellknäule bei. Dennoch gab es in den den letzten Jahren eine kontroverse Diskussion rund um das Management der Einrichtung und die Haltung der Tiere, weshalb wir nicht hier waren. Mehr erfahrt ihr z.B. hier: https://ticotimes.net/2016/08/01/sloth-sanctuary-costa-rica

19. Schiffswrack der Yicel in Manzanillo

Schlendert man in Manzanillo den Strand entlang, stößt man zwangsläufig irgendwann auf das Wrack der „Yicel“, einem kleinen Frachtschiff aus Panama, das Ende 2017 gestrandet wurde um ein Sinken zu verhindern. Ursprünglich war geplant das Schiff wieder fit zu machen und in den nächsten Hafen zu schleppen. Daraus wurde bis heute nichts – und offiziell ist nie Treibstoff im Meer gelandet. Heute ist das Wrack schon fast bis zur hälfte im Sand versunken und über und über mit Graffities besprayt. Ein absolut sehenswertes Mahnmal.

20. Durch Puerto Viejo bummeln

an den vielen Ständen einheimischer handicraft Artists und kleinen Läden vorbeischlendern und Souvenirs kaufen. Von klassischen Armbändchen und Schmuck über Rum, handgemachte lokale Schokolade oder witzige T-Shirts findet man in Puerto Viejo alles.

Nützliche Infos zur Planung

Anreise

Die Anreise gestaltet sich etwas langwierig, also sollte man genügend Zeit mitbringen. Die „Autobahn“ Route 32 ist die schnellste und somit auch Hauptverbindung zwischen San José und Puerto Limon. Viel Verkehr, etliche Lastwägen auf der bergigen und kurvenreichen Strecke und Staus machen die Anreise erstmal wenig reizvoll, weshalb man keinen Stress mitbringen sollte, um den schönen Teil der Karibikküste um Puerto Viejo auch genießen zu können. Es gibt auch die Möglichkeit mit dem Bus (die selbe Strecke) zu fahren, denn vor Ort ist das Auto nicht unbedingt erforderlich. Die Gegend ist sehr fahrradfreundlich und man kann diese überall ausleihen (es gibt teils sogar Kindersitze!). Ansonsten ist es immer praktisch den Mac Ride mit im (Hand-)Gepäck zu haben.

Wohnen

Es gibt von Puerto Viejo bis Manzanillo unzählige schöne Appartements, Häuser, Airbnbs, Hotels, Hostels in allen Preiskategorien zu finden. Egal ob mitten im Zentrum, lieber direkt am Strand oder eingebettet in den Dschungel um das Wildlife wirklich hautnah erleben zu können. Warum wir darüber nun schreiben: Die Karibik ist auch die regenreichste Region Costa Ricas, was nicht bedeutet, dass es dauerhaft schüttet, aber doch auch mal ordentlich nass wird, bei uns hauptsächlich nachts oder vormittags. Ab Mittag gabs oft feinstes Badewetter. Hilfreich ist in solchen Situationen eine nette Unterkunft gebucht zu haben. Einerseits empfehlen wir euch darauf zu achten, dass diese klimatisiert ist, da es durch den Regen sehr feucht werden kann und somit auch die ganzen Klamotten oft klamm sind, was auch schnell zu Schimmelbildung führt. Klimaanlagen können die Innenräume nicht nur kühlen oder heizen sondern auch trocknen. Toll ist mit Kindern auch immer genug Platz und ein Pool bei der Unterkunft, so kann man sich auch mal über längere Zeit dort aufhalten, ohne dass einem die Decke auf den Kopf fällt. Abschließend ist eine Waschmaschine in der Unterkunft von Vorteil, damit ihr den Sand und Muff aus den Klamotten bekommt. Ein Antibakterielles Waschmittel macht ebenso Sinn, da die Waschmaschinen meistens nur mit Kaltwasser waschen.

NEUGIERIG GEWORDEN? MEHR LESESTOFF ZU UNSEREN Costa Rica ABENTEUERN GIBT’S HIER:

LASS UNS KONTAKT HALTEN!

Folge uns auf FacebookInstagram und Pinterest und bekomme immer aktuelle Updates, neueste Bilder und Storys.

2 Kommentare bei „Karibische Träume in Costa Rica – von Cahuita bis Manzanillo“

  1. Das sieht so traumhaft aus – und hier tobt der Sturm, es regnet – ich bin langsam echt in Versuchung auch nach Costa Rica zu fliegen 😀
    Ich hätte ja gar nicht gedacht, dass die Gegend so fahrradfreundlich ist, toll, gerade mit Kindern! lg Victoria

    1. Diebe Victoria – bei diesem Frühling verständlich. Ganz generell ist es aber ein wunderbares Reiseziel, das auch für Kinder mega spannend ist und dazu sehr einfach zu bereisen. Herzliche Grüße, Kristina

Schreibe einen Kommentar