Gran Canaria: active & off the beaten tracks

Gran Canaria ist hauptsächlich für die Badestrände im Süden bekannt. Wer uns kennt, den wundert es nicht, dass wir um diese einen großen Bogen gemacht haben. Bettenburgen, Sardienendosenfeeling am Strand, Sangria aus dem Eimer und Sonnenb(r)anden in den FKK-Dünen sind wirklich nicht unser Ding. Ein Glück, dass die Insel viele abwechslungsreiche und spektakuläre Landschaften zu bieten hat, die man fast für sich alleine hat und die trotzdem recht einfach zu erobern sind.

Die Insel ist vulkanischen Ursprungs und zeichnet sich durch die Vielfältigkeit aus, die sie auf ihrer doch recht kleinen Fläche von 1560km2 vereint. Von knapp 2000m hohen schneebedeckten Gipfeln, über immergrüne Schluchten, Loorbeer- & Kiefernwälder, Dünen und Palmen, Klippen und Sandstrände, Bergdörfer und Inselmetropolen findet man alles auf Gran Canaria. Insgesamt sollen es 5 Mikroklimazonen sein, die die Insel beherrschen und bereichern.Gran Canaria lässt sich am besten mit dem Mietwagen (und mit dem Rennrad oder Mountainbike) erkunden. Wir haben uns ob des manchmal quengelnden Knirpses für den Mietwgen entschieden. Prinzipiell scheint auch auf Gran Canaria der SUV-Trend angekommen zu sein. Obwohl wir eigentlich einen kleinen Kombi gebucht hatten, standen wir am Ende mit einem recht sperrigen SUV in der Tiefgarage und haben Sitze umgelegt rangiert und geschwitzt um Sport-Kinderwagen, Kitesurf-Bag und Mini-Mo mit Kindersitz im erstaunlich kleinen Innenraum unterzubringen. Dennoch kann ich nicht abstreiten, dass das bisschen extra Bodenfreiheit auf mancher Schotterpiste auf der Suche nach dem Perfekten Kitestrand hilfreich war.

Trotz der übersichtlichen Größe der Insel sollte man die Distanzen nicht unterschätzen. Zwar sind die Küstenorte – speziell im Osten – durch den Highway gut miteinander verbunden und somit schnell erreichbar, aber wer die Insel wirklich kennenlernen möchte, muss die Hautpverkehrsader verlassen und sich durch die serpentinenartigen Wege des Inselzentrums bewegen, die wegen ihrer Beschaffenheit maximal 40 – 50 km/h erlauben. Dadurch hat man aber auch viel Zeit die teilweise überwältigen schönen Panoramen und abwechslungsreiche Umgebung zu bestaunen, während man von einer Serpentine zur nächsten fährt. Wer schnell seekrank wird sollte sich einen der vorderen Sitze sichern.Hier zeigen sich die beliebten SUV eher problematisch – denn auf der Rückbank sieht ein Zwerg im Kindersitz wegen der hohen Fenster fast gar nichts von der vorbeiziehenden Landschaft. Langeweile, Quengeln und Übelkeit sind hier quasi vorprogrammiert.

Speziell im bergigen Herzen der Insel sind die meinsten Wege auf Serpentinenstraßen zu bewältigen. Die Ausblicke sind oft atemberaubend.

Unsere erste Urlaubswoche haben wir in den Bergen in Santa Brigida verbracht und dort – zusammen mit einer befreundeten Familie – ein Haus gemietet. Obwohl wir die Bergpanoramen und Wandermöghlichkeiten sehr schätzen, haben wir für die zweite Urlaubshälfte entschieden, unsere Homebase nach Las Palmas an den Las Canteras Beach zu verlegen. Aber warum vom ruhigen Dorf in den Bergen ausgerechnet in die wuselige Großstadt? Von hier aus hat man einen tollen Startpunkt für alle Teile der Insel, gleichzeitig aber alles was das Herz begehrt direkt vor der Nase: tolle Restaurants, hellen, nicht überlaufenen Sandstrand, Einkaufsmöglichkeiten und einen Boulevard, der mit tollen Sonnenuntergängen verzaubert. Außerdem konnten wir nach den täglichen Ausflügen noch am Strand entspannen und der Mini im Sand buddeln.

Playa las Canteras in der Hauptstadt Las Palmas bietet nicht nur einen hellen Sandstrand, sondern auch wunderschöne Sonnenuntergänge. Wenn die Sonne Weg ist, wirds allerdings schnell kühl und klamm.

Im Grunde ist Gran Canaria ein perfektes Urlaubsziel um dem Mitteleuropäischen Winter zu entfliehen. Im Februar und März kann man noch dazu den kanarischen Karneval überall auf der Insel miterleben und feiern. Außerdem ist das Klima das ganze Jahr über warm und stabil mit wenig Regen, ist nur gute 5h Flugzeit entfernt. Die Insel ist spannend und abwechslungsreich, so dass für jeden etwas dabei ist. Macht mit uns Halt an unseren Lieblingsorten auf Gran Canaria und lasst euch verzaubern.Hier geht’s zu unseren Highlights auf Gran Canaria.

Für alle Wassersportfans gehts hier entlang und zu allen Infos rund ums Kiten und Windsurfen.

6 Kommentare bei „Gran Canaria: active & off the beaten tracks“

  1. Die Erfahrung haben wir auch gemacht, dass solche Bettenburgen-Ziele, die man im ersten Moment mit unangenehmem Massentourismus assoziiert, auch ganz toll sein können. Man muss sich halt nur ein bisschen Zeit nehmen, die weniger überlaufenen Ecken zu suchen.

  2. Ich hatte auf Gran Canaria auch 10 reichlich nette Tage, auch wenn wir unsere Base im obertouristischen Süden der Insel hatten. Mit Wanderungen und Mietwagentouren kommt man dann eben doch dorthin, wo die netten Touris sind 😉 Allerdings waren mir die 10 Tage auch zu kurz und wir müssen nochmal hin. Dann will ich auch gern in die Gegend rund um Las Palmas.
    Liebe Grüße
    Angela

  3. […] Hier könnt ihr alles zum Thema Kite- und Windsurfen auf der Insel lesen.Hier entlang zu unserem Ubersichtsartikel zu unserer Reise. […]

  4. […] geht’s weiter zu unserem Reisebericht und unseren Lieblingsorten auf Gran Canaria als Reisedestination abseits des […]

  5. […] und Mo ziehts im Februar auf die Kanaren, genauer gesagt auf Gran Canaria und wir haben so einiges vor dort, denn die kleine Insel ist ein wahres Paradies und bietet mit […]

  6. Ich kann das auch nur bestätigen: Gran Canaria ist eine tolle Insel zum Wandern und zudem sehr abwechslungsreich. Ich war schon zwei Mal dort und habe noch nicht alles erwandert.

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