Warum Outdoor-Abenteuer mit (Klein-) Kind?

Warum nicht? Das ist die Frage, die ich (auch mir) immer stelle. Wirklich draußen zu sein, die wilde, zauberhafte, wunderschöne und manchmal auch erbarmungslose Natur in all ihren Facetten zu erfahren und dabei immer wieder die eigenen Grenzen auszuloten war auch schon vor Mo’s Ankunft ein fester Bestandteil von meinem, aber auch unserem gemeinsamen Leben. Wandern, Klettern, viel Mountainbiken, im Winter Skifahren, ein wenig Kitesurfen und auch mal Neues ausprobieren

(z.B. Standup Paddel Board fahren dank mangelndem Wind im Kiteurlaub), dafür fand sich auch in stressigen Phasen immer etwas Zeit. Spätestens wenn’s unrund lief musste ich immer raus. Das erdet. Immer. Egal ob dabei das Wetter gut oder schlecht war, ich gerade einen guten oder einen schlechten Tag hatte, nachher gings mir immer (noch) besser. Dann kam die eine Nachricht, die erstmal Alles ein wenig ins Wanken brachte: „Ich bin schwanger“ – „Du wirst Papa“

Oha.

Das war’s dann wohl. Den Paragleitlehrgang werden wir dann wohl eher nicht machen. Mist. Muss ich meine Hobbies an den Nagel hängen? Haben wir überhaupt noch Zeit zum Mountainbiken, Bouldern, Kiten und Co?

Oh Mann.

Nach einer Weile grübeln stellte ich dann fest, dass der Paragleitkurs wirklich erstmal ausfallen würde. Aber dem Rest (Wandern, Skifahren, Kitesurfen, MOUNTAINBIKEN(!)) stünde ja prinzipiell auch mit Kind nichts im Wege. Ein wenig anders halt. Eine Herausforderung für sich. Ich mag Herausforderungen.

KLICK

Und ab diesem Moment war von der aufgekommenen Unsischerheit nichts mehr zu spüren. Stattdessen Vorfreude. Auf das größte Abenteuer unseres Lebens.
Objektiv betrachtet gibt es unzählige Gründe, mit Kindern regelmäßig Outdoor-Aktivitäten zu unternehmen. Kinder, die sich viel bewegen, sind später im Leben weniger gefährdet an unseren typischen Gesellschaftskrankheiten zu erkranken (Pradinuk et al. 2011). Außerdem fördert Bewegung die kognitive Entwicklung der Kleinen, immer mehr Sutdien bestätigen den Zusammenhang zwischen Bewegung, körperlicher Fitness und Lernerfolgen (Castelli et al. 2014). Auch für das Familiengefüge sind Aktivitäten mit Kindern in der Natur förderlich. Richtig dosiert können Mama und Papa den Alltagsstress abbauen, die Kleinen verbrauchen viel Energie und sind am Abend platt. Wichtig hierbei ist – wie meistens – das richtige Maß. Ihr solltet darauf achten eure Kleinen langsam und stetig an die neue Umgebung und die damit verbundenen Eindrücke heranzuführen. Überfordert ihr die Kleinen, kann der eigentlich positive Effekt ins Gegenteil umschlagen. Das erfordert von euch eine relativ genaue Planung. Plant den Tagesablauf und die Grundbedürfnisse eurer Kinder gut in eurer Outdoor-Erlebnis ein, macht regelmäßig Pausen.
AM WICHTIGSTEN IST ABER: Bleibt locker. Wenn ihr entspannt seid, wird auch euer Nachwuchs die Zeit mit euch draußen genießen. In diesem Sinne: Traut euch! Und jetzt zitiere ich mal noch Peter Lustig: „Und jetzt: ABSCHALTEN“. Raus mit euch!

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