Urban Gardening mit Kindern

Gerade wenn man in der Stadt wohnt ist es oftmals etwas schwierig den Kreislauf der Natur für Kinder hautnah erlebbar zu machen, obwohl Pflanzen und Tiere ganz automatisch die kindliche Neugier wecken. Gerade wenn man keinen Garten sondern maximal einen kleinen Balkon zur Verfügung hat, muss man etwas kreativ werden um den Kindern ein Gefühl für das Entstehen neuen Lebens zu vermitteln. Es ist aber für die Kleinen extrem wichtig, ihnen diese Dinge erlebbar zu machen, denn sie lernen dadurch viel über natürliche Abläufe, bekommen ein Gefühl für die Jahreszeiten, sammeln Erfahrungen mit den Elementen und sind beim Matschen und Graben sowieso ganz in ihrem Element.

Erde schaufeln fördert die Feinmotorik…

Aber auch der kleinste Balkon oder eine Fensterbank reichen im Grunde aus um mit Kindern einen Minigarten anzulegen und Ihnen so diese Erfahrungen zu schenken. Mit Kindern zu gärtnern ist eine sinnliche Erfahrung, und sie lieben es, bei Gärtnertätigkeiten mitzuhelfen. Die Begeisterung mit der sie in der Erde schaufeln, die Pflänzchen gießen und das schnelle Wachstum der Zöglinge beobachten, macht auch den Eltern Freude. Aber auch für die Sinneserfahrung bietet das Gärtnern viel Lernpotenzial. Durch Fühlen, Tasten, Riechen und Schmecken erschließen Kinder ihre Welt und alle Sinne werden beim Werkeln im Minigarten angesprochen und geschult. Wenn die erblühten Pflänzchen dann auch noch Bienen, Vögelchen und Käfer anlocken wird der Balkon im Nu zum Beobachtungslabor.

…und befriedigt Neugierde.

Gärtnern macht Kindern nicht nur riesen Spass, sondern fördert auch ihre geistige und körperliche Entwicklung. So lernen sie spielerisch und ganz nebenbei die Abläufe der Natur kennen und verstehen. Kinder beobachten, staunen, helfen, pflegen, fühlen und schmecken am Ende die Früchte ihrer Arbeit. In diesem Prozess übernehmen Kinder außerdem Verantwortung und werden in ihrer Selbstständigkeit gefördert.

In so einem Minigarten kann man diverse Kräuter wie Kresse, Schnittlauch, Petersilie, Brunnkresse, Minze, Melisse oder Basilikum ziehen. Aber auch Blumen wie Sonnenblumen, Ringelblumen oder ähnliches können als Samen gepflanzt und zum Erblühen gebracht werden. Außerdem lässt sich allerlei Genüse vorziehen um sie später in geeignete Gefäße umzutopfen.

In der Erde schaufeln kann man nie genug.

Geeignetes Balkongemüse ist im Grunde alles, das sich in einem Topf oder einem Blumenkasten großziehen lässt. Dazu gehören Tomaten, Gurken, Kartoffeln, Radieschen, Pflücksalat, Rauke, Paprika, Erdbeeren… Je nach Platzangebot kann man so einiges versuchen und staunen wie viel selber geerntetes Gemüse so ein kleiner Balkon mit etwas Liebe und Pflege hervorbringen kann.

Zum Ziehen von kleinen Pflänzchen eignen sich zum Beispiel Eierschalen (bemalt mit lustigen Gesichtern bekommen sie bald grüne Haare), Eierkartons (pro Mulde etas Erde und ein Samenkorn), übrig gebliebene Plastiktöpfchen von ehemals gekauften Pflanzen, alte ausrangierte Tassen, oder wer mehr Platz hat auch ein Hochbeet oder ein Balkonkasten. Ich habe heuer sogar ein paar Tetrapacks upgecycelt und darin Pflanzen gezogen (einfach den oberen Teil abschneiden, einmal kräftig durchkneten – dann geht die äußere Schickt ganz leicht ab, obere Kanten umschlagen und schon habt ihr ein süßes kleines Töpfchen).

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