Rauchenbühel

Wenn man den eher unbekannten Gipfel am Gaisberg und die gleichnamige nette Naturfreundehütte (die nur am Wochenende geöffnet hat) verbindet ergibt sich daraus eine schöne quasi-Stadtwanderung, die man mal eben an einem Nachmittag machen kann. Belohnt wird man dazu mit einem atemberaubenden Panorama der Salzburger und Berchtesgadener Gipfel (incl. der “großen 3” Watzmann, Hoher Göll, Untersberg).

Start: Vorderfager (Parkplatz Schwaitl Landesstraße/Abzweigung Oberwinkl)
Länge: ca. 3km
Dauer: ca. 2 Stunden
Höhenmeter: ca. 330hm
Schwierigkeit: mittel (aber kontinuierlich recht steiler Anstieg)

Der Weg ist gut ausgeschildert und so sollte man die Rauchenbühel-Hütte, sowie den Rauchenbühel Gipfel recht einfach finden. Uns gelang dies nicht ganz so einwandfrei und so wurde die Tour etwas länger und abenteuerlicher als geplant.

Nach oben lief alles wie am Schnürchen, auch wenn der steile Anstieg mit Kraxe einem schon etwas den Atem rauben kann. Belohnt wird man mit unzähligen Brombeeren, die man quasi im vorbeigehen pflücken kann und den schon eingangs genannten Wahnsinnsausblicken. Zum Rauchenbühel- Gipfel haben wir es dann doch nicht ganz geschafft, da uns der Weg zu zugewachsen und verwildert war und auch nicht wahnsinnig vielversprechend wirkte. Der letzte Teil des Weges zur Hütte führt recht flach durch einen Wald entlang und dann rechts über eine Wiese zur wirklich sehr netten Naturfreundehütte.

Wir sind Freunde von Rundwegen, weshalb wir zielgerichtet den Rückweg auf der anderen Seite der Hütte antraten. Da wir nicht ganz optimal vorbereitet waren und der Handyakku mit Trakking und Route ausfiel, das zweite Handy keinen Empfang und wir auch sonst nichts zur Hand hatten mussten wir uns an den Wegweisern orientieren. Üblicherweise sollte dies auch kein Problem sein, wir allerdings wurden ziemlich in die Irre und auf absolut unwegiges Gebiet geführt. Anstelle von großteils Forststraßen führte der ausgeschilderte Weg über mehrere (Stacheldraht-)Zäune und über absurd steile Almwiesen dann doch auch auf den richtigen Weg, allerdings abenteuerlicher als eigentlich erwünscht. Gut, dass wir genügend Reiswaffeln einstecken hatten und den Junior so und mit allerlei Sing-Sang bei Laune halten konnte (wer jetzt wissen will wie man Kinder in solchen Situationen motiviert durchzuhalten, kann hier nachlesen – auf jeden Fall empfehlenswert ein paar dieser Ideen als Backup im Kopf zu haben 😉)

Wen nun das verhunzte Trakking doch noch interessiert, hier der aufgezeichnete erste Teil vom Weg:

und hier der abenteuerliche absolut nicht zum Nachmachen empfohlene weitere Weg, der mit Handy 2 per GPS aufgezeichnet werden konnte.

Die Wanderung findet ihr auch im Wanderbuch “Abenteuer Naur” von Elisabeth Göllner-Kampel, erschienen im Wanda Verlag (S. 142).

Ein Kommentar bei „Rauchenbühel“

  1. Hallo zusammen, auch wenn ihr in die Irre geführt wurdet, doch eine sehr schöne Wanderung. Sie erinnert mich an eine ähnliche Wanderung, die wir damals mit unserem 3-jährigen Krümel in Österreich gemacht haben. Wir hatten den Weg unterschätzt, dann zuviel rumgetrödelt, sodass wir die Seilbahn nach unten nicht mehr gekriegt haben und sind dann über Irrwege wieder nach unten. Allerdings mehr gerutscht und gekraxelt als gewandert. Aber das sind bleibende Erinnerungen 🙂

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