13 Dinge, die du vor deiner Costa Rica Reise wissen musst.

Grundsätzlich sind Reisen mit (kleinen) Kindern nach Costa Rica überraschend einfach, da die Costaricenses sehr kinderlieb sind. Einige Dinge sind allerdings hilfreich zu wissen um die Reise etwas besser planen zu können bzw. zu wissen wie gewisse Dinge vor Ort ablaufen werden. Folgend beantworten wir häufig gestellte Fragen zu Babynahrung, Windeln, Trinkwasser, Kindersitzen, Mückenschutz, Impfungen/Medizin, Wäsche waschen, Stromversorgung und Internet betreffend einer Costa Rica Reise.

1. Essen, Snacks und Babynahrung

Je nach Alter eurer Kinder ist dieser Punkt mehr oder weniger relevant. Wir haben versucht so gut es geht auf vorgefertigte Babyprodukte zu verzichten, manchmal kommt man allerdings nicht drum herum. In den Standard-Supermärkten gibt es überall eine Babyabteilung mit Fruchtgläschen und Quetschies, Getreidebrei und Babymilch. Das hört sich erstmal gut an, aber ist am Ende meist nicht ganz so befriedigend wie man meinen möchte, vor allem, weil in vielen dieser Produkte Zucker zugesetzt ist. Zum Glück gibt es überall ein reichhaltiges Angebot an frischem Obst, was bei Kids ja meist eh besser ankommt. Obst solltet ihr nie im Supermarkt kaufen – frischer, billiger und besser schmeckt’s von den kleinen Ständen neben der Straße oder am Markt.

Babynahrung, sprich Pre-Milch ist verhältnismäßig teuer (etwas teurer als in Österreich/ Deutschland) und wird oft durch Nestlé vertrieben. Du bekommst die Babymilch in fast jedem Supermarkt, falls nicht im Regal, meist auf Nachfrage oder in den Drugstores und „Apotheken“ neben den Kassen.

Die costaricanische Küche ist nicht würzig oder scharf, weshalb die Kids eigentlich im Grunde überall mitessen können. Es wird zu jeder Mahlzeit Reis oder Gallo Pinto (Reis mit Bohnen) gereicht, auch Gemüse gibt es überall. Das Brot der lokalen Bäckereien ist anders als man das als Mitteleuropäer gewohnt ist (furchtbar!!), Du findest aber in den touristischeren Orten überall international angehauchte Bäckereien von Expats (z.B. French oder German Bakeries) mit guten Backwaren.

Das Angebot an Biosupermärkten und Bio-Lebensmitteln wächst stetig, hier ist die Auswahl an kindgerechten Snacks (entsprechenden Cracker, Reiswaffeln, Keksen ohne oder mit nur wenig Zucker/Salzanteil) wesentlich größer.

2. Trinkwasser

In den meisten Regionen/Unterkünften, ist das Leitungswasser problemfrei trinkbar. Am besten klärst Du das bei der Ankunft und informierst Dich an der Rezeption. Wer einen sensiblen Magen hat, kann das Wasser sicherheitshalber dennoch abkochen, ein Wasserkocher steht in fast allen Unterkünften zur Verfügung.

Für manche Gegenden, die etwas abseits im Hinterland liegen ist es jedoch sinnvoll auf abgefülltes Wasser zurückzugreifen. Die einfachste und nachhaltigste Weise ist es dies in den großen 18,6 Liter Gebinden für Wasserspender zu tun, denn dann erspart man sich den täglichen Gang zum Supermarkt und vermeidet unnötigen Plastikmüll. In vielen Unterkünften befindet sich sogar ein entsprechendes Zapfsystem dafür. Es lohnt sich übrigens diese Riesenwasserflaschen gleich bei der Ankunft zu kaufen und den Kassabon zu fotografieren – den saftigen Pfand gibt’s nämlich nur gegen Vorlage des Bons im selben (!) Supermarkt zurück in dem ihr das Ding gekauft habt – dämlich, und gilt auch für Bierflaschen. Überall sonst könnt ihr die Flaschen aber gegen eine volle eintauschen.

3. Windeln

Die Auswahl an Windeln (pañales) und Feuchtetüchern (toallitas humedas) ist in den meisten Supermärkten riesig. Von Huggies über Pampers bis Bio Baby findet man ein recht großes Sortiment in alles Größen. Preislich kosten die Windeln annähernd gleich viel wie bei uns (etwas günstiger). Wir haben die Bio Baby bevorzugt, sie sind mega hautfreundlich, sehr saugstark und man bekommt sie in allen Biosupermärkten. Auch Schwimmwindeln (braucht man im Grunde nur für Pools) sind verfügbar, wir bevorzugen hier aber unsere waschbaren Stoffschwimmwindeln.

4. Mobilität und Kindersitze

Auch loser Sand erfordert uU einen Allradantrieb um nicht abgeschleppt zu werden.

Wenn Du mit dem Mietwagen unterwegs sein möchtest, solltest Du nicht allzu lange warten diesen zu buchen. Hier kommt es seit den Lockdowns und Reisesperren durch Covid öfter mal zu Engpässen (vor allem in der kostengünstigen 4×4 Kategorie). Ob Allrad denn unbedingt notwendig ist? Jain – das kommt auf eure Tour drauf an. Manchmal machen es die Wetterverhältnisse – wie kurzfristiger starker Regen und die damit verbundene Überquerung kleinerer entstehender Flüsse – notwendig. Viele (oder die meisten) Straßen, vor allem im Landesinneren, sind mittlerweile gut ausgebaut, dennoch sind sie öfter starken Wettereinflüssen ausgesetzt. Wenn Du in den Süden fahren möchtest, solltest Du keinesfalls ohne Allradantrieb losziehen.

Die Qualität von Kindersitzen und Babyschalen ist eher unterdurchschnittlich und dennoch wird meist eine hohe Zusatzgebühr für die Entlehnung dieser fällig. Die Gebühr ist oftmals so hoch, dass Du dir genauso gut vor Ort einen neuen Kindersitz kaufen kannst. Wenn Du also über einen längeren Zeitraum ein Auto mietest, handel dir vorab einen Discount bzw. die gratis Draufgabe von Kindersitzen aus. Die Babyschalen hatten wir zum Glück mitgebracht und würden das auch allen empfehlen, die mit Kindern unter einem Jahr reisen – bei vielen Airlines geht das übrigens gratis.

5. Mückenschutz

Mit Moskitos hatten wir im Grunde keine allzu großen Probleme. In (fast) allen Unterkünften waren Moskitonetze über den Betten gespannt. Sofern man diese ordentlich anbringt, ist man damit vor den kleinen Biestern nachts sicher ohne sich zusätzlich mit der Chemiekeule einzusprühen. Wenn diese doch manchmal notwendig ist, haben wir für uns und die Kids immer das grüne Anti Brumm naturell dabei. Ventilatoren überm Bett machen übrigens nicht nur heiße Nächte erträglicher, sondern vertreiben auch einen guten Teil der Biester.

Unterwegs, z.B. im Dschungel haben wir und am liebsten durch lange Kleidung bzw. mit der NosiLife Kleidung von Craghoppers geschützt. Die Wirkung ist dabei in den Stoff integriert ist und schützt gegen beißende und stechende Insekten. Zusätzlich bzw. für die nicht bedeckten Stellen hab ich gerne auch einfach mal zum natürlichen Insektenspray aus ätherischen Ölen gegriffen.

6. Impfung und medizinische Versorgung

Costa Rica ist ein Land mit vergleichsweise sehr hohem hygienischen als auch medizinischen Standard. Man bekommt in Apotheken alles notwendige und auch die ärztliche Infrastruktur ist gut, was einem beim Reisen mit Kleinkindern einfach ein besseres Gefühl gibt. Apotheken findest Du überall und auch in kleineren und abgelegenen Orten gibt’s ein Centro de Salud in Reichweite, wo Du schnell ärztlichen Rat bekommst. Wir persönlich hatten zum Glück keinen Bedarf an medizinischer Versorgung, haben aber von Reisebekanntschaften nur Gutes gehört. Eine Grundausstattung als Reiseapotheke (in Absprache mit dem Kinderarzt, am besten inkl. Rezept), und ein kleines Erste-Hilfe Set mit dabei zu haben ist dennoch unerlässlich und sollte in jedem Familiengepäck selbstverständlich sein.

Grundsätzlich wird vom Tropeninstitut eine Impfung von Tetanus, Diphterie und Hepatitis A empfohlen. Hepatitis A wird in der Regel erst ab dem 12. Lebensmonat geimpft, was bedeutet, dass man bei kleineren Kindern achtsamer sein muss. Die Grundregel „Boil it, cook it, peel it or forget it“ ist dafür ein guter Maßstab (und Händewaschen natürlich).

7. Sonnenschutz

Costa Rica liegt nahe des Äquators und entsprechend stark ist die Sonneneinstrahlung. Hier helfen einfache Regeln sich vor Sonnenbrand und Sonnenstich zu schützen:

  • Mittagssonne vermeiden
  • Kappe oder Kopfbedeckung ev. auch UV-Kleidung tragen
  • 50+LPF Sonnencreme immer schon auftragen bevor man das Haus verlässt, nachcremen nicht vergessen.
  • Sonnenbrille aufsetzen (auch bei den Kleinen, wenn sie es zulassen)
  • den Schatten bevorzugen
  • viel Wasser trinken

8. Kinderwagen oder Trage oder Beides??

Wir haben bei unserer Reise auf einen Buggy verzichtet, tatsächlich hatten wir aber das Gefühl, dass dieser sehr oft nützlich gewesen wäre. Viele Orte und manche Wege durch (National-)Parks sind kinderwagentauglich, der Mittagsschlaf am Strand ist im Kinderwagen entspannter, als in der Hitze schwitzend an Mama oder Papa zu hängen. Oder man dreht abends noch eine kleine Runde, während die Kleinen schon entspannt im Wagerl vor sich hin dösen. Wenn ihr also noch Kapazitäten habt und kein allzu schweres Gefährt, packt ihn mit ein.

9. Money, money

Nur Bares ist Wahres, dieser Satz gilt in Costa Rica noch in vielen Gebieten. Wir waren in vielen tollen Orten (z.B. Montezuma, Drake Bay, Manzanillo,…) in denen es tatsächlich keine Bank bzw. ATMs/Bargeldautomaten gibt. Du kannst zwar mittlerweile in vielen Unterkünften, Restaurants, Geschäften mit Kreditkarte zahlen, aber bei Weitem nicht in allen.

Eine gute Ausweichmöglichkeit, wenns trotzdem mal nicht klappt ist Paypal. Wir hatten einige Situationen, in denen Paypal akzeptiert wurde, Kreditkarte aber nicht. Die offizielle Währung sind Colones und diese Währung solltest Du auch bei dir haben. Alternativ kann man auch fast alles (vor allem größere Beträge) in US Dollar begleichen. Mit Euros kannst Du eigentlich nirgends bezahlen, mit Ausnahme von Unterkünften von europäischen Expats, die die Europäische Währung oft für ihren nächsten Heimaturlaub horten.

Du sollte darauf vorbereitet sein, dass mittelamerikanische Bankomaten manchmal etwas widerspenstig sind und es durchaus sein kann, dass man mehrere Versuche machen muss um an Geld zu kommen: technische Probleme, kein Geld im Automat, die EC-Karte schmeckt nicht… Meist funktioniert die Bargeldbehebung mit Kreditkarte besser, bedenkt dabei aber die höheren Gebühren.

10. Wäsche waschen

Wäsche waschen, daran kommt man im Urlaub mit Kindern nicht vorbei….. Wir haben oft einfach versucht Unterkünfte zu finden, die auch mit Waschmaschine ausgestattet sind, aber stell Dich darauf ein, dass es anders ist als zuhause. In Costa Rica wird fast ausschließlich mit kaltem Wasser gewaschen (Flecken gehen also weit nicht so gut raus) und Waschmaschinen sind nicht gleich Waschmaschinen. Von halb manuellen oldschool Maschinen bis zu modernen Geräten im American Style war alles dabei. Im Zweifel findet man auch in fast allen Orten sog. „Lavanderías“ die einem um gut 1200 Colones (also ca. 2 USD) pro Kilo die Wäsche waschen und ev. auch falten. Man darf hier aber ebenso keine wahnsinnig hohen Anspruche haben, zumindest sind sie aber schnell und die Wäsche ist meist innerhalb von 24h wieder abholbereit. Achtung: Aufgrund des feuchten Klimas und bei Regens ist es fast unmöglich, Kleidung an der Luft zu trocknen. Aus diesem Grund sind entweder Sonnentage (dann gleich in der früh waschen, damit die Wäsche trocken wird) oder Wäschetrockner unabdingbar.

11. Sim-Karten Odyssee

Obwohl es in so gut wie allen Unterkünften und Restaurants WiFi gibt, ist es sinnvoll, sich für ein paar wenige Dollar eine lokale Sim-Karte zuzulegen. Es gibt in Costa Rica dafür 3 Anbieter: Kölbi, Moviestar und Claro (wir empfehlen Kölbi). Die SIM kannst Du fast überall kaufen, sogar in jedem Mini-Supermarkt gibt’s zumindest einen der Anbieter, ganz klar erkennbar immer an den draußen angebrachten Symbolen. ACHTUNG!! Die Karte muss erst aktiviert werden, bevor sie benutzt werden kann. Online geht das nur für Einheimische – wir mussten persönlich bei einem Servicepoint von ICE (der staatliche Mutterkonzern von Kölbi) vorstellig werden – nimm dazu unbedingt deinen Pass und vorsichtshalber etwas Bargeld mit.

12. Strom, Adapter und Powerbanks

Die Spannung vor Ort ist vorwiegend 110 – 120 Volt und Du brauchst zwingend einen Adapter. Die meisten Ladegeräte (Laptops, Smartphones, Kameras) und Rasierer können mit 110V umgehen (steht immer irgendwo drauf), laden ggf. aber langsamer. Sinnvoll ist auch eine Powerbank, das es durchaus vorkommen kann, dass die Stromversorgung unter Umständen (z.B. durch umgefallene Bäume oder starken Regen) für längere Zeit unterbrochen ist.

13. Auf eigene Faust oder von Experten geplant?

[WERBUNG] Wir sind eigentlich meistens auf eigene Faust unterwegs. Grundsätzlich ist Costa Rica auch ein Land, din dem das sehr gut möglich ist. Ein Teil unseres zweimonatigen Roadtrips ist allerdings in Zusammenarbeit mit Napur Tours entstanden. Wir behielten maximale Flexibilität, hatten aber immer super freundliche Ansprechpartner vor Ort, mussten uns nicht um die Suche von Unterkünften kümmern und hatten teilweise auch Touren mit Tourguids vororganisiert. Napur Tours ist ein deutscher Reiseveranstalter mit Schwerpunkt auf Mittel- & Südamerikareisen. Steffi und Dirk ist es ein Anliegen, ihre Leidenschaft für Lateinamerika in persönlicher Betreuung weiterzugeben. Sie organisieren maßgeschneiderte individuelle Reisen und achten dabei immer auf ein nachhaltiges Erlebnis. Sie haben sowohl Natur- & Umweltschutz, als auch die Wahrung der Menschenrechte und einen fairen Umgang miteinander im Blick. Allen, die nicht gerne auf eigene Faust reisen, einfach mal die Organisation abgeben wollen oder KEIN SPANISCH SPRECHEN (!!!) empfehlen wir sich professionell beraten zu lassen. Bei Napur Tours seid Ihr in besten Händen.

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