Sommergeschmack am Brot für kalte Tage

Zu unserem neuen Heim gehört seit wenigen Wochen nun auch ein Garten, in dem Himbeer-, Erdbeer- und Heidelbeersträucher stehen und eine ganz liebe 80-jährige Nachbarin, die uns mit massenweise Brombeeren und Äpfeln aus ihrem Garten versorgt. Super gesund, reich an Vitamin C und A, Antioxidantien, Mineralstoffe und Kupfer. Nun wandern die Meisten dieser Früchte ja ohnehin direkt von der Staude in den Mund, vor allem wenn little Mo dabei ist, allerdings bricht die Brombeerstaude unter der massigen Beerenlast fast zusammen und so kam es, dass ich für den Winter vorsorgen konnte.

Einkochen ist eine uralte Wissenschaft aus Omas Tagen, um Lebensmittel für den langen Winter oder schlechtere Zeiten haltbar zu machen. Weil ich absolut gegen Lebensmittelverschwendung bin, ist dies eine großartige Methode um einen Überschuss an zu erntendem Obst und Gemüse haltbar zu machen und für kommende Monate vorzusorgen. Zugegebenermaßen bin ich (noch 😉) kein Experte, aber Dinge wie Marmeladen einkochen kann wirklich jeder.

Da ich keine sehr süßen Marmeladen mag und die leichte Säure der Früchte im Geschmack schätze, habe ich etwas rumexperimentiert . Durch die Zugabe von Äpfeln konnte ich sichergehen, dass trotz Zuckerreduktion die Konsistenz marmeladig wurde und sie nicht am Brot davonläuft. Was die Haltbarkeit betrifft, kann es sein, dass diese durch geringeren Zuckeranteil etwas reduziert wird, aber ich will sie ja auch gar kein ganzes Jahr oder länger aufheben (als ob das überhaupt jemand könnte ;)).

Hier also zum Rezept. Die Beeren sind beliebig austauschbar und wer es süßer mag, nimmt mehr Zucker. Einfach ausprobieren.

  • 500g Brombeeren
  • 500g Äpfel
  • 250g Gelierzucker (ich habe einen im Verhältnis 2:1 genommen)
  • Wer möchte kann noch den Saft einer Zitrone beifügen
  • Saubere Schraubgläser

Die klein geschnittenen Äpfel zusammen mit den Brombeeren in einen großen Topf geben, mit der Gabel etwas andrücken, Zucker und Zitronensaft dazugeben und alles vermengen.
Die Schraubgläser mit heißem Wasser füllen
Den Topf langsam erhitzen, dann etwa 4 Minuten kochen lassen und zum Schluss die Masse mit dem Pürierstab gut durchmixen. Wen die kleinen Körner der Brombeeren stören (mich nicht 😃), kann die Marmelade nun durch ein feinmaschiges Sieb passieren.
Das Wasser aus den Gläsern rausschütten und die Marmelade in die noch heißen Gläser einfüllen und gut verschließen.

Hinweis: Ein auf den Kopf stellen der Gläser ist nicht notwendig und wenn ihr nicht sicher seid, ob die Deckel plastikbeschichtet sind sogar nicht empfehlenswert. Ein Vakuum bildet sich so und so, denn dieses entsteht durch die Hitze und das Abkühlen.

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