Mal mit dem Wintersport-Virus infiziert, gibt es kein Halten mehr – auch wenn es manchmal (für groß und klein) viiiiiel zu lange dauert, bis Zwerg “richtig” fährt. Damit bei den ersten Familien-Pisten-Abenteuern der Spaß im Vordergrund bleibt, kommen hier meine einfachsten Regeln, die sich bei uns bewährt haben: eine kurze Tippliste, eine Ausrüstungs-Checkliste und am Ende ein kleiner Abschnitt für alle, die rund um Salzburg nach passenden Übungshängen suchen.
7 essentielle Tipps für erfolgreiche erste Skitage mit Kindern
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1. Essen, Trinken, Pipi: Vor der Piste
Bevor ihr auf die Piste geht, sollte euer Nachwuchs sich noch einmal stärken – nur so haben sie genug Energie und Konzentrationsfähigkeit, um die kommende Ski- (oder Snowboard-) Stunde mit Mama oder Papa zu überstehen. Ganz wichtig: Vor dem Anziehen nochmal Pipi. Nichts ist mühsamer, als wenn man nach 10 Minuten alles wieder ausziehen muss, weil: „Mama, Pipi!“.
Packt außerdem reichlich Snacks ein – der erste Unterzucker-Meltdown kommt schneller, als man denkt.
2. Erst vorbereiten, dann anziehen
Packt alles zusammen und zieht euch fertig an, bevor euer Sprössling in die Skiklamotten schlüpft. So müssen die Kleinen nicht in voller Ausrüstung ungeduldig warten (und ihr müsst nicht in der Kälte verhandeln).
3. In der Kürze liegt die Würze: Skifahren ist anstrengend
Neue Technik lernen, konzentrieren, neue Muskelgruppen – das kostet Unmengen an Energie. Deshalb reichen zu Beginn 1–2 Stunden völlig aus. Und ja: auch wenn man “gerade erst angekommen ist”.
4. Einfach halten: Ein präparierter Mini-Hügel genügt
Für die ersten Rutschversuche braucht es nicht viel. Kein Lift? Kein Problem – dann zieht euren Zwerg am Skistock (oder an der Hand) den Hügel hinauf. Das gibt beiden Sicherheit und ihr könnt euch bergab voll aufs Auffangen konzentrieren.
Wenn’s einen Lift gibt, reicht anfangs ein Zauberteppich oder ein sehr kurzer Tellerlift – je näher und unkomplizierter, desto besser.
5. Kinder sind Schönwetterfahrer
Nehmt das Skifahrenlernen nicht zu ernst. Es soll in erster Linie Spaß machen. An kalten Tagen, bei Wind und schlechtem Wetter, sind kleine Skizwerge schnell unmotiviert und verlieren die Lust – das ist völlig okay. Lieber abbrechen als den nächsten Ausflug schon im Auto verlieren.
6. Positive Verstärkung
Ihr könnt nicht genug positive Worte finden. Lobt euren Nachwuchs und motiviert ihn. Nichts lässt das Interesse so schnell sinken wie zu ehrgeizige und ungeduldige Eltern (ich spreche da leider aus Erfahrung…).
7. Spielerisches Lernen
Ob Pizza-Slices oder Hasenrennen – seid kreativ und denkt euch lustige Spiele aus, in die ihr das Lernen verpackt. Dann geht’s meistens fast wie von selbst.



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Die richtige Ausrüstung zum Skifahren mit Kindern
Mini-Checkliste
- Ski + Bindung
- Skischuhe
- Helm
- Skibrille
- Handschuhe, Skisocken
- Skijacke/-hose (atmungsaktiv, nässeabweisend)
- Snacks + Trinkflasche
Ski: Lang oder kurz?
Zu Beginn sollten die Ski eher kurz sein. Das macht’s leichter, spart Kräfte – und es ist nicht schlimm, wenn es nicht nach Rennläufer aussieht. Gebraucht lohnt sich oft (Kinder wachsen ja “über Nacht” raus). Ebay-Kleinanzeigen, willhaben, Vinted oder Skibörsen lokaler Skivereine sind gute Anlaufstellen.
Skischuhe: Die Passform ist entscheidend
Skischuhe müssen passen, Punkt. Sie sollten eher weich als zu hart sein. Wenn ihr die Größe selbst ermitteln könnt, ist auch hier der Gebrauchtmarkt eine Option.
Skihelm: Ein absolutes Muss
Ohne Helm geht gar nicht. Ein Helm schützt den Kopf und seinen wertvollen Inhalt. Helme verlieren mit jedem Sturz an Schutzwirkung– deshalb würde ich hier ausnahmsweise nicht gebraucht kaufen. Wählt einen Helm, der die gängigen Standards erfüllt und wärmende Ohrpolster bietet
Skibrille: Mehr als nur ein Accessoire
Eine gute Skibrille schützt die Augen vor UV-Strahlung, Kälte, Eis- und Schneekristallen (und diesen fiesen kleinen Schneenadeln im Wind). Tipp: einmal im Fachhandel Helm + Brille zusammen probieren.
Skistöcke: Nicht unbedingt nötig zu Beginn
ür junge Skianfänger sind Skistöcke oft nicht erforderlich – besonders am Anfang.
Skibekleidung: Atmungsaktiv und nässeabweisend
Ausführliche Tipps zur perfekten Winterbekleidung findest du in unserem Artikel über richtiges Layering und Pflege von Funktionskleidung.



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4) FAQ
Ab welchem Alter können Kinder skifahren lernen?
Viele starten spielerisch im Kindergartenalter. Wichtig ist weniger das Alter als: kurze Einheiten, warm bleiben, Spaß behalten.
Wie lange soll die erste Skisession dauern?
Meist ideal: 60–120 Minuten. Lieber kurz & gut als lang & frustig.
Was tun, wenn mein Kind keine Lust mehr hat?
Aufhören. Kakao. Schneemann. Heimfahrt. Der nächste Tag wird besser – wirklich.
Was ist besser für Anfänger: Zauberteppich oder Schlepplift?
Für die ersten Male: Zauberteppich oder sehr kurzer Tellerlift. Schlepplift kommt oft später (und manchmal erst mit etwas Frusttoleranz).
Wo üben? Kleine Übungshänge statt Großgebiet
Gerade für Anfänger sind kleine Lifte oft Gold wert: weniger Trubel, weniger Anstehen, weniger “wir müssen das jetzt durchziehen, weil wir schon da sind”. Und: 15–30 Minuten Fahrt sind auch nachmittags noch machbar.
Wenn du rund um Salzburg suchst
Ich habe die kinderfreundlichsten Übungslifte und kleinen Gebiete rund um Salzburg in einem eigenen Guide gesammelt (mit Fahrzeit, Lift-Typ, für wen geeignet und ein paar ehrlichen Tipps):
➡️ [Kinderfreundliche Übungslifte rund um Salzburg – der Guide]

5 Kommentare
Tolle Tipps für mich Skimuffel, vielen Dank 🙂
Hаllo!
Danke für eure tollen Tipps ich lese so gerne bei euch mit, ihr seid eine wundervolle Inspiration. Weiter so!
Нalloǃ
Danke für die großartige Übersicht! Genau was ich gesucht hab, hier sind einfach alle Infos drin, einfach super!!!
Hіǃ Wir wollen diese Saison auch endlich loslegen, herzlichen Dank für eure inspirierende Auflistung, eure Tipps sind einfach so so so hilfreich. Ich folge euch super gerne. Grüße Elena
Ηаlloǃ Toller Beitrag, danke für die Zusammenstellung der Listen, wir haben einige ausprobieren können! Danke und liebe Grüße Anika