Zero Waste mit Baby und Kind

Wenn man eine Familie gründet kommen einem unweigerlich auch irgendwann Gedanken über die Zukunft unseres blauen Planeten: Umweltschutz, Klimawandel, Müllvermeidung. Und die Frage welche Welt man seinen Kindern denn überhaupt hinterlassen wird. Gleichzeitig vervielfacht sich mit dem Zuwachs aber bei vielen Familien auch der Müll: Windeln, Feuchttücher, Gläschen, Quetschies …

Zum Glück macht der Zero Waste Lifestyle aber auch hier nicht Halt, sondern bietet einige tolle Möglichkeiten, das Müllproblem auch in Familien zu reduzieren. Keine Angst – wir wollen euch nicht missionieren, sondern nur das Bewusstsein dafür stärken, wo auch mit einfachen Mitteln und wenig Aufwand einen großen Effekt erzielen. Sich mit Zero Waste auseinanderzusetzen bedeutet nicht auch gleich komplett alles umstellen zu müssen. Gerade im Alltag mit Kindern hat man auch einfach oft andere Probleme. Von daher: Nehmt euch raus was für euch passt, denn jeder Schritt zählt.

Was ist Zero Waste eigentlich?

Zero Waste funktioniert nach dem Prinzip: ♻️ vermeiden – verringern – wiederverwenden – recyceln – kompostieren ♻️

Dieses Prinzip funktioniert im Grunde auch genau in dieser Reihenfolge. Prinzipiell erst gar nichts kaufen, was man nicht wirklich braucht, vorhandenes umfunktionieren und weiterverwenden („upcyceln“) und möglichst Materialien verwenden, die dem natürlichen Kreislauf zurückgeführt werden können, sprich auf natürliche Weise abgebaut werden können.

Wie kann ich einfache Maßnahmen mit meiner Familie umsetzen?

  • Mehrweg statt Einweg: klassische Beispiele hierfür wären Mullwindeln und Waschlappen anstelle von Feuchtetüchern und Küchenrolle zu verwenden. Aber auch die Verwendung von Stoffwindeln gehört natürlich hierzu (unseren Beitrag findet ihr hier). Später werden für viele auch Dinge wie „Quetschies“ interessant, welche ebenso nachhaltige Mehrweg Konkurrenten haben: sogenannte „Quetschbeutel“.
  • Unverpackt einkaufen: es gibt schon sehr viele Läden, die gänzlich oder teilweise das unverpackte Einkaufen unterstützen bzw. Produkte in Mehrweggebinden anbieten. Eine Übersicht zu den Unverpackt Läden im Bundesland Salzburg findet ihr hier. Aber auch im normalen Supermarkt wird uns sehr viel Gestaltungsfreiraum ermöglicht. Tipps zum bewussteren, müllfreieren Einkauf ohne Unverpackt-Laden findet ihr hier. Es gibt auch verpackungsfreie Online-Shops, wie beispielsweise UltraGreen*.
  • Möglichst geschlechtsneutrale und gebrauchte Baby- & Kinderkleidung: Das ist nicht nur der Entwicklung eurer Kinder zuträglich (denn auch Mädchen werden einmal Auto fahren, so wie Jungs kochen können sollten), sondern hilft auch die Dinge besser wiederverwenden zu können.
  • Kauft hochwertige Dinge, mit denen ihr und eure Kinder auch länger Freude haben und schaut wenn möglich auf Herstellung und Produktion. Mittlerweile gibt es für so gut wie alles auch faire, gerechte und nachhaltige Alternativen (zB: Hörbert statt Tonie; GOTS zertifizierte Kleidung; hochwertiges Holzspielzeug statt billiger Plastikkram; Im Avocadostore* findet ihr einige Beispiele für solches Spielzeug.)
  • Bevorzugt Naturmaterialien wie Holz, Naturkautschuk, Baumwolle, Wolle, Hanf etc. diese sind nicht nur gesünder für eure Babys, die ja alles in den Mund stecken, sondern auch besser für die Umwelt. Gerade bei Kleidung, welche direkt an Babys Haut aufliegt sollte man auf Qualität achten. Marken wie HessNatur* beispielsweise bieten hier hochwertige Produkte für die ganze Familie.
  • Vieles kann man auch Second-hand in sehr gutem Zustand erstehen und spart damit gleich noch ein bisschen im Familienbudget. Nicht nur bei Kleidung, auch bei Spielzeug oder Büchern macht das durchaus Sinn. Auch Absprachen im Bekanntenkreis sind eine gute Alternative um nicht alles neu kaufen zu müssen, vor allem die vielen Dinge, die eine sehr begrenzte Nutzungsdauer haben.
  • Die Kinder nicht mit Spielzeug überhäufen, sondern die Dinge etwas Besonderes sein lassen. Das steigert sowohl das Wertbewusstsein, als auch die Kreativität und Phantasie der Kinder.
  • Packt euren Kindern verpackungsfreie Jause und Snacks ein: Frisches Obst statt Quetschies, Brote in Brotdosen*/Wachspapier, statt in kleinen Chargen verpackte Kringel. Leitungswasser ist nicht nur viel gesünder als andere Getränke, sondern auch fast gratis. Verwendet hierzu am besten lange verwendbare Trinkflaschen aus Edelstahl oder Glas*.
  • Selber machen statt kaufen: Dieses Prinzip fängt in der Küche an und hört – je nach Interesse – bestimmt nicht im Badezimmer auf. Gerade mit Start der Beikost hat so man viele Möglichkeiten Müll zu sparen. Brei ist schnell und einfach selber gemacht und man kann diesen portioniert in Gläschen einfrieren oder einkochen und sie so haltbar machen. Trends wie Baby-led-weaning starten ohnehin beim Ansatz „Essen am Familientisch“ und verzichten auf die klassische Breikost.

Es ist ja nicht immer so einfach zu beginnen, wenn Du noch mehr Inspiration für mehr Nachhaltigkeit im Alltag brauchst lies hier weiter: Ganz einfach. Zero Waste.

Was dich sonst noch interessieren könnte:

Nachhaltige Onlineshops findest du hier*:

Hess Natur*:

Avocadostore*:

Ultra-Green*:

Waschbär*:

Pure Nature*:


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