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Tipps für ein nachhaltiges Weihnachtsfest

von Kristina

Der Weihnachtsbaum im Wohnzimmer, Geschenke darunter, Kerzenlicht, Lametta, der Schokonikolo in Alufolie, Engelshaar, Adventskalender mit billiger Schokolade, Glühwein im Wegwerfbecher… das alles gehört in unseren Breitengraden mehr oder weniger zum jährlichen Brauchtum. Weihnachten ist ein Fest der Traditionen und Rituale, aber auch des ökologisch sehr bedenklichem Konsums. Aber das muss nicht so sein. Weihnachten kann schön, traditionsreich UND nachhaltig sein. Mit diesen Tipps kommst du ohne schlechtes Gewissen durch die Adventszeit

1. Der Weihnachtsbaum

Der Christbaum im Wohnzimmer hat eine lange Tradition, und so stehen jedes Jahr Millionen von Weihnachtsbäumen in heimischen Wohnzimmern. Was man dabei gerne vergisst ist, dass die meisten von ihnen von riesigen Monoplantagen kommen, weit gereist sind und dazu auch noch mit Unmengen an Pestiziden belastet sind. Das alles belastet nicht nur die Umwelt, sondern auch uns und unsere Kinder, wenn die giftigen Stoffe plötzlich im Wohnzimmer herumstehen.

Was ist also die nachhaltige(re) Alternative?

Wenn du auf einen konventionellen Baum nicht verzichten willst, achte auf heimische Waldwirtschaft und Siegel wie Bioland, Naturland und Demeter, die eine nachhaltige und pestizidfreie Aufzucht garantieren.

Dennoch bleibt ein konventioneller (Bio-)Baum ein Wegwerfartikel.

  • Für Leute mit grünem Daumen ist der Baum im Topf eine schöne Möglichkeit: Der Baum wächst in einem Topf heran und kann bei guter Pflege nach Weihnachten weiterwachsen oder auch ausgesetzt werden. Diese Bäume gibts auch zum Mieten, aber damit sie überleben braucht es einfach etwas Pflege und einen passenden Stellplatz. Unternehmen, die diesen Service anbieten sind: Greentree, Weihnachtsbaumfreunde oder Rent a tree. Am besten den Händler eurer Region wählen um lange Transportwege zu vermeiden.
  • Für die kreativen Köpfe unter euch gibt es im Internet jede Menge Inspiration an alternativen DIY Bäumen. Die Möglichkeiten reichen von Kunstinstallation bis zu einfachen Arrangements aus Naturmaterialien.
  • Für die Handwerker und Werkzeugfetischisten: Wie wäre es mit einem selbstgebauten Baum aus Holz?
  • Für Leute, die es gerne einfach haben, könnte ein wiederverwendbarer, unverwüstlicher Baum aus Plastik eine Möglichkeit sein. Aber Achtung: Schaut auf Produktionsstandards und Materialien und bedenkt, dass der Baum mindestens 6 Jahre in Verwendung bleiben muss, um tatsächlich nachhaltiger zu sein. Hier würde es sich anbieten ein gebrauchtes Stück zu erstehen.
  • Oder ein Keinachtsbaum. Dieser besteht aus einem modularen Ständer, welcher jedes Jahr mit frischem Reisig bestückt wird. Das heißt: Der Baumstamm wird jedes Jahr wieder verwendet und darauf kommt frisches, duftendes Schnittgrün. Das Schnittgrün, kann entweder lokal vom Anbieter eures Vertrauens bezogen werden, oder im Keinachtsbaum Onlineshop Zweige aus 100 % aus reinen Schnittgrünflächen bestellen, in denen die Bäume einfach weiterwachsen.
(c) Nico Stisser / Keinachtsbaum

2. Dekoration und Schmuck

  • Nutze was da ist, erobere die Schätze deiner (Groß-)Mutter, geh auf Flohmärkte oder Stöbere auf Ebay Kleinanzeigen und Willhaben
  • Mach dir einen eigenen Christbaumschmuck aus Naturmaterialien: Zapfen, Orangenscheiben & -schalen, Zweige, Nüsse,…
  • Nutze Dekoration aus Holz, Papier, Glas, Stroh, Salzteig,…
  • verzichte auf Plastik (es sei denn es ist schon da), auf jeden Fall aber auf Lametta und andere Wegwerf-Plastikutensilien.
  • Verzichte auf Dekosprays und Kunstschnee, welche Lösungsmittel und Treibgase enthalten. Werden sie auf den Baum gesprayt kann dieser nicht mehr kompostiert werden. Für Fenster eignet sich Kreide als ökologisch verträgliche Alternative.

3. Schenken und Verpacken

Das Thema schenken ist immer ein bisschen schwierig. Wenn wir ehrlich sind, hat wohl jeder von uns schonmal Dinge geschenkt bekommen, mit denen man einfach nichts anfangen kann, die dann irgendwo verstauben, bis sie im Müll landen oder bestensfalls weitergeschenkt werden. Das ist weder besonders erfreulich, noch nachhaltig. Wir leben in einer Gesellschaft, in der Menschen meist ohnehin alles besitzen, was ihnen wichtig ist. Da braucht es einen Ticken Kreativität, um ein gelungenes Geschenk zu finden. Wenn du noch mehr Inspiration brauchst, schau bei Uta vorbei, sie hatte großartige Zeit-statt-Zeug-Geschenksideen.

  • Zeit statt Zeug: gemeinsame Aktivitäten, Hilfe bei anstehenden Arbeiten,…
  • Spenden statt Schenken
  • Einen Baum schenken, z.B. bei Treedom (unsere Kinder besitzen jeweils einen hier)
  • Geschenke, die auch wirklich Verwendung finden
  • Essbares oder Verbrauchbares
  • Gutscheine
  • Nichts schenken. Kein Geschenk ist besser als ein schlechtes Geschenk 😉

Beim Verpacken kannst du wieder kreativ werden. Möglichkeiten sind Zeitungspapier, Zeitschriften, alten Kalendern oder Kraftpapier, Stoffreste, verwendbare Hüllen wie Handtücher/Geschirrtücher, Bienenwachstücher, (Schraub-)Gläser, etc. Der Phantasie und Krativität v.a. in Sachen Verzieren sind keine Grenzen gesetzt. Wenns mal schnell gehen muss: Ich sammle das Geschenkspapier und verwende es bei Bedarf einfach wieder. Verzichte wenn möglich auf Tixo/Tesa (Klebestreifen). Am umweltfreundlichsten ist diese DIY Bastelkleberalternative. Nutze statt Geschenksbändern Jute, Bast, Hanfkordeln, Wolle oä.

4. Kerzen und Lichter

Was gibt es in dieser kalten und dunklen Jahreszeit Schöneres, als die festlich Weihnachtsbeleuchtung auf den Straßen oder gemütliches Kerzenlicht drinnen? Aber wie ihr euch denken könnt, ist auch das nicht ganz unproblematisch für die Natur. Einerseits wird das Ökosystem durch Lichtverschmutzung aus dem Gleichgewicht gebracht und andererseits brauchen Lichter Energie und produzieren somit CO2. Kerzen werden oft aus bedenklichen Mineralölstoffen hergestellt.

  • Verwende LED-Lampen statt normalen Glühbirnen
  • Verwende eine Zeitschaltuhr oder lege manuell Zeiten fest, an denen die Beleuchtung ausgeschaltet wird.
  • Nutze Kerzen aus pflanzlichen und biologischen Stoffen (vegan/bio/regional) und möglichst ohne Paraffin, weit gereistem Palmöl etc.
  • Gieße neue Kerzen aus Kerzenresten
  • Nutze lieber wiederbefüllbare Teelichter als die mit Wegwerfalu.

5. Adventskalender und weihnachtliche Schokolade

Adventskalender sind was Schönes und auch der Schokonikolo hat eine Tradition auf die sich vor allem die Kinder freuen. Aber auch zum besten der Kinder, sollte man auf gewisse Qualität achten. Gerade in billiger Schokolade ist der Zucker- & Fettanteil of irrsinnig hoch und der Kakaoanteil sehr niedrig. Schmeckt nicht und ist ungesund.

  • Achte bei Schokolade auf die Qualität (Kakaoanteil in der Masse), Fair Trade Siegel und biologische Zertifizierungen (Demeter, Naturland, GEPA, Fair Trade)
  • Verzichte bei der Wahl des Adventskalender auf Plastik und achte darauf, dass der Inhalt entweder verzehrbar oder wirklich brauchbar ist.
  • Lieber kein Schokonikolo in Alufolie. Wir schenken heuer statt dem Nikolaus den Weihnachtspinuin von The Nu Company (hoher Kakaoanteil, vegan, Bio-Inhaltsstoffe, 50% weniger Zucker, Kokosblütenzucker statt raffiniertem Industriezucker)
  • Befülle wiederverwendbare Adventskalender mit Inhalten deiner Wahl
  • Schenkt euch jeden Tag ein bisschen Zeit: macht etwas gemeinsam (kochen, basteln, lesen, kuscheln, sich etwas erzählen….)
[WERBUNG] Spare mit dem Code „adventuremo10“ 10% auf deine Bestellung bei The Nu Company.

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2 Kommentare

Doris 2. Dezember 2021 - 18:55

Heihei
Danke für die vielen tollen Tipps!
Ich sammle grade das Alu der Teelichter (haben noch ganz ganz gaaanz viele – auch von Oma). Hab da mal ein mega tolles Wandbild aus zerschnittenen und platt gedrückten Aluschälchen gesehen und möchte das jetzt nachmachen. 🙂 ob ich das schaffe umzusetzen 😅
Also als Tipp für die community: upcycling 🙃😄

Antworten
Kristina 2. Dezember 2021 - 20:16

Hei Doris, danke für dein liebes Kommentar, das ist eine tolle Idee, ich hab auch noch jede Menge alter Teelichter hier rumliegen, bin dabei beim upcycling Projekt. LG Kristina

Antworten

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