Emmi’s magisches Dreieck

Wer sich ein bisschen mit Pädagogik beschäftigt kommt an der Grande Dame nicht vorbei: Emmi Pikler gehört zu den Pädagogik-Koryphäen, zu denen man auch Rudolf Steiner (Waldorfpädagogik) oder Maria Montessori zählt.

Keine Angst, das wird kein Grundsatzartikel für das eine oder andere Pädagogikkonzept. Diese haben alle ihre Berechtigung, geben gute Anregungen, derer man sich bedienen kann, aber gleichzeitig würde ich nie mein Leben (oder gar das meiner Kinder) ganz von einer solchen Theorie bestimmen lassen.

Warum ich sie nun trotzdem hier erwähne: Mo ist großer Fan eines ihrer Spielgeräte, dem Pikler Dreieck. Wir besitzen eines seit er 8 Monate alt ist.

Was ist ein Pikler Dreieck?

Es ist ein unfassbar tolles Turngerät für die Kleinsten, und schon ab dem Zeitpunkt an dem sie beginnen sich vom Boden hochzuziehen. Später könne sie dann die Sprossen erklimmen und auf der Rückseite wieder runterklettern. Mit einer Hühnerleiter versehen wird es zur Rutsche und mit Hilfe einer Decke im Handumdrehen zur Höhle.

Das Pikler Dreieck ist ein tolles Accessoire für jedes Kinderzimmer, das für lange Zeit (wahrscheinlich Jahre) Verwendung findet. Neben dem Fun-Faktor bietet es tolle Anreize zur Bewegungsentwicklung, für die Motorik, die Selbstwahrnehmung im Raum, die Gleichgewichtsschulung oder Hand-Fuß-Koordination und vieles mehr. Die Kinder trainieren hier sozusagen spielerisch ihren gesamten Bewegungsapparat.

Diese Dreiecke gibt’s fertig im Handel (teuer) oder gebraucht (billiger) zu erstehen. Geschickte Bastler und Hobbytischler/innen bauen solch ein Pikler Dreieck einfach selbst – wie so oft gibt es unzählige Anleitungen dafür im Internet.

Falls Ihr also noch ein tolles, pädagogisch wertvolles und nachhaltiges Weihnachtsgeschenk für eure Zwerge sucht, dann ist ein solches Sprossendreieck sicher eine sinnvolle Investition.

Mit dem Pikler Dreieck trainieren schon die Kleinsten ganz spielerisch ihre Motorik und haben viel, veil Spaß dabei

Aber wenn  mein Kind nun runterfällt?

Nur keine Angst haben, die Zwerge verletzen sich schon nicht gleich bei der ersten Erkundung. Dieses “sich austesten” gehört zum natürlichen Lernprozess und hilft ihnen ihre Selbsteinschätzung zu trainieren. Natürlich solltet ihr gerade die ganz Kleinen nicht unbeobachtet herumturnen lassen. Das heißt, lasst euren Kindern den Freiraum sich auszuprobieren, aber bleibt in der Nähe und bewundert die Zielstrebigkeit, mit der sie sich Neues aneignen.

2 Kommentare bei „Emmi’s magisches Dreieck“

  1. Avatar Fräulein Wunderbar sagt: Antworten

    Heii
    Es gibt auch einen ganz tollen Picklerbogen. Das gleiche Prinzip, aber eben rund. Den kann man dann auch toll umlegen und als „Kaufladen“ oder so verwenden.
    Wir haben eine Sprossenwand, da fällt leider das Umsteigen/Übersteigen weg und man muss sie absperren, wenn der kleine Schlafen geht. Dafür wird der obere Teil grad (seeehr praktisch) als Garderobe genutzt 😅

    1. Hui, den Bogen kannten wir noch nicht. Danke 🙂 Ein Sprossenwand wollte ich schon als Zwerg immer im Kinderzimmer haben. Leider halten unsere Wohnungswände sowas nicht aus… 🙄

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