Der Kühbergsteig: Eine Stadtwanderung.

Der Kühberg (711m) ist – zu Unrecht – einer der weniger beachteten Hausberge Salzburgs, die quasi direkt im Salzburger Stadtgebiet emporragen. Er ist ein Ausläufer vom Gaisberg, der aber eigentlich eine ziemliche Besonderheit darstellt. Er befindet sich im Stadtteil Gnigl und kann nur auf einem teilweise recht steilen Pfad überquert werden.

Start: Gnigler Kirche / Eichstraße
Länge: ca. 3km
Dauer: ca. 2 Stunden gemütliche Gehzeit
Höhenmeter: ca. 230hm
Schwierigkeit: mittel, wobei gute Trittsicherheit gefragt ist, da es teilweise sehr steile Stücke gibt – mit der Kraxe unbedingt Stöcke mitnehmen!

Der Aufstieg über die Südseite des Berges führt durch einen wunderschönen, teils felsigen Wald, durch den der eher steile serpentinenartig verlaufende Weg hinaufführt. Der Kühberg ist ein geschützter Landschaftsteil, da es sich hierbei um einen der ältesten und naturbelassensten Wälter in der Umgebung handelt. Bis zu 200 Jahre alte Kiefernbestände, Buchen sowie eine Vielzahl an Orchideen wachsen hier.

Der sonnseitig gelegene Kühbergpfad besticht mit atemberaubenden Ausblicken auf Watzmann, Untersberg, Hohem Göll bis hinein ins tiefere Tennengebirge. Dabei trifft man kaum eine Menschenseele und kann hier richtig Natur auftanken. Der Gipfel an sich ist dann etwas unspektakulär, genauso wie der nordseitige Abstieg, der über Treppen, vorbei an Wasserspeichern aus dem 19. Jahrhundert zurück zum Ausgangspunkt führt.

Bemerkenswert ist aber auf jeden Fall auch die außergewöhnliche Flora und Fauna. Man findet hier alpine Pflanzen, wie die behaarte Alpenrose, die Frühlingsheide, den Alpenquendel, die Kugelblume, den Dreischnittbaldrian, den Felsenbaldrian und die Bergflockenblume. Außerdem leben in den Wäldern Uhus, Wanderfalken, Schwarzspechte, Weißrückenspechte und Wespenbussarde. Also alles in allem ist er eine wirklich außergewöhnliche Natursensation dieser Kühberg.

Weitere Optionen:

Alternativ kann als Rundweg zurück auch der etwa 1,5km längere, aber weniger steile und sonnigere, Weg über die Gersbergalm zurück gewählt werden.
Wer nach der Wanderung nach einer urigen Einkehrmöglichkeit sucht, der kann sich dann auch noch Gnigls ältestes Wirtshaus (seit 1874), das „Gasthaus zum Löwenstern“ (Eichstraße 34) ansehen.

Ein Kommentar bei „Der Kühbergsteig: Eine Stadtwanderung.“

  1. Über steile Pfade kraxeln kommt bei unseren Kids auch immer gut an 😉 Alle Achtung, wie gut ihr euch mit der Flora und Fauna auskennt, bei uns wird da immer nur über schöne bunte Blumen gestaunt…

    Viele Grüße
    Jenny

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