Die perfekte Rasur ist oldschool und umweltfreundlich.

Vor Kurzem haben wir uns einen dieser ominösen und gefährlich anmutenden Rasierhobel zugelegt. Dieses scharfe Ding aus Holz und Metall, mit austauschbaren Klingen, das in Kombination mit Rasierseife und Pinsel benutzt wird. Das kling oldschool, sieht schön aus und ist gut zur Haut.

Den Rasierer gab es (fast) Verpackungsfrei in einem kleinen Kartonschächtelchen mit etwas Papierspäne) samt austauschbarer Rasierklingen, die in einem kleinen Papiertütchen aufbewahrt sind.

Vergleicht man nun die – zum Teil luxuriösen – Preise für die Plastikdinger, die einem die perfekte Rasur versprechen, ist die Investition in den Rasierhobel von einmaligen ca. 30€ wahnsinnig günstig. Die Klingen zum Austauschen kosten fast nix und bei guter Behandlung (sprich Reinigung und trockener Lagerung) halten die Dinger gefühlt auch ewig. Zusätzlich kommen sie ohne Emulgatoren oder Tensiden auf PEG/PEG-Derivat-Basis aus, was unsere Haut besonders freut.

Der Rasierhobel ist nicht nur plastikfrei und nachhalitger als Systemrasierer – Er sieht auch viel besser aus.

Zur Anwendung für die Frau:

Die Anwendung ist das erste Mal – bedingt durch gewisse Berührungs- und Schnittwundenängste – noch etwas hölzern. Im Grunde aber ist die Umstellung von Plastikrasierern mit 3-Klingen-System und Gelpad auf dieses elegante Metallgerät keine wirklich Große. Die Handhabung ist nur durch das unterschiedliche Gewicht etwas gewöhnungsbedürftig, die Schnittgefahr aber nicht größer als bei allen anderen handelsüblichen Rasiergeräten, so lange man präzise und feinfühlig arbeitet und nicht fest aufdrückt und dann ein einem Schwung von unten nach oben übers Schienbein kratzt. Auch die Achsel- & Intimrasur sollte mit etwas Zeit und Achtsamkeit kein Problem darstellen. Immer schön Rasierseife verwenden und den Hobel nicht zu steil ansetzen, dann klappt das alles wunderbar und Du kannst die umweltfreundliche Göttin in dir erwecken.

Give it a try!

Zur Anwendung für den Mann

In Sachen Stil mach dem Rasierhobel so leicht keiner seiner Plastikbrüder was vor – in Kombination mit Rasierseife und -Pinsel können Systemrasierer und Rasierschaum aus der Dose getrost einpacken. Einzig das klassische Rasiermesser kommt noch um Einiges stilvoller, erfordert aber auch eine ganze Ecke Übung. Dagegen ist der Rasierhobel fast ein No-Brainer: Einfach das Gesicht mit warmen Wasser oder einem (nicht zu) heißen, nassen Waschlappen oder Handtuch aufwärmen, Rasierpinsel anfeuchten, damit die Rasierseife aufschäumen und ab damit ins Gesicht. Ich habe am Anfang den Rasierhobel sehr flach angesetzt und mich dann zum richtigen Winkel rangetastet. Das funktioniert erstaunlich intuitiv. Sollte zwischendrin mal die „Schnittleistung“ nachlassen: Einfach den Rasierkopf ein wenig aufschrauben und unter fließendes Wasser halten – und weiter geht’s.

Obwohl ich insgesamt von der Anwendung begeistert bin, erfordert der Umstieg dennoch ein wenig Übung. Besonders, wenn man sich nicht genug Zeit für die Vorbereitung nimmt, sind keinere Schnittwunden schnell passiert – aber das gibt sich schnell. Wichtig ist, die Haut ein wenig mit der anderen Hand vorzuspannen.

An die Körperrasur hab ich mich noch nicht getraut, sollte aber nach dem gleichen Prinzip funktionieren. Ich berichte hier, wenn mein Einwegrasierer das Zeitliche gesegnet hat.

Reinigung

Zur Reinigung des Rasierhobels einfach kurz aufschrauben, unters fließende Wasser halten, alle haarigen Rückstände entfernen, trocknen lassen und bis zur nächsten Rasur trocken und für Kinder unerreichbar aufbewahren. Die Klingen sind sehr scharf und sollten deshalb nicht in Kinderhände fallen!

Alternativen

Eine andere und die Convenient-Option zum Rasierhobel sind stinknormale Standardrasierer aus Metall mit austauschbaren Klingen. Diese kommen zwar nicht zu 100% ohne Plastik aus, aber zum großen Teil snd sie aus Anderem Material gefertigt und bieten ebenso eine müllreduzierte Variante zur Haarentfernung, da das Gerät an und für sich behalten wird und nur die Köpfe ausgetauscht werden müssen. Diese Rasierer gibts in jedem Drogeriemarkt und in der Verwendung sind sie exakt gleich wie die Wegwerfdinger. Schöner aussehen tun sie und besser fürs ökologische Gleichgewicht sind sie auch.

Aber natürlich ist die Rasur nicht die einzige Methode um umweltschonend die Haare fallen zu lassen. Eine tolle Alternative bietet auch das Waxing oder Sugaring. Zuckerpaste sowie Wachs sind biologisch abbaubare Produkte, erfordern aber in der Handhabung einiges an Übung. Für das perfekte Ergebnis gibt es allerdings viele Studios, die sich darum kümmern, die kostengünstigste Variante ist das nicht, aber schon eine der effektiveren, bei der man sich nur alle 3-4 Wochen über das Thema Rasur Gedanken machen muss.

Und die Möglichkeit einfach nicht zu rasieren sei der Vollständigkeit halber noch erwähnt – die natürlich überhaupt ökologischste aller Möglichkeiten. Ich persönlich mag meinen Körper lieber haarfrei, aber das sei jedem selber überlassen.

Wie schaut’s bei euch aus, habt ihr schon Erfahrungen mit Rasierhobel/-messer oder anderen Alternativen gemacht? Teilt eure Meinunen und Erfahrungen mit uns und inspiriert uns mit euren comments. Auch Teilen ist erlaubt und erwünscht.

Ein Kommentar bei „Die perfekte Rasur ist oldschool und umweltfreundlich.“

  1. […] ist die Mensturationstasse – hier nochmal zum Nachlesen), die Einwegplastikrasierer (zur Info für Rasierhobel gehts hier), Splülschwämme (es gibt tolle waschbare Alternativen aus Baumwolle), Biomüllsackerl …Die […]

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