Marokkos Atlantikküste ist für Familien ein echter Volltreffer: lange Sandstrände, milde Temperaturen, entspannte Surferorte und mit Agadir und Essaouira gleich zwei gute Ankerpunkte für einen Roadtrip. Gerade mit Kindern ist die Region angenehm, weil sich Strandtage, kleine Abenteuer und einfache Ausflüge gut kombinieren lassen, ohne dass jeder Tag komplett durchgeplant sein muss. Agadir gilt als Marokkos großer Badeort mit viel Sonne, während Essaouira mit Strand, Wind und Altstadt einen ganz anderen Küstencharakter reinbringt. Wenn du die komplette Rundreise inklusive Stopps und Fahrzeiten suchst, geht’s hier zu unserer Marokko-Reiseroute.
1) Krokodile schauen im Crocoparc bei Agadir
Wenn ihr einen Ausflug für windige Tage oder einfach etwas Abwechslung braucht, ist der Crocoparc ein richtig guter Start in diese Bucket List. Der Park ist kein klassischer Zoo, sondern eher ein Mix aus Krokodilpark, botanischem Garten und gepflegtem Halbtagsprogramm. Gerade mit Kindern ist das angenehm, weil man entspannt durchlaufen kann, ohne großen Plan. Praktisch ist auch, dass der Park täglich geöffnet ist, meist von 10 bis 18 Uhr, die Kassa schließt 30 Minuten früher.


2. Eine Surfstunde in Aghroud, Imsouane oder Taghazout ausprobieren
Die Atlantikküste versprüht pure Surfervibes – egal ob in Taghazout, im „Colorful Village“ Aghroud oder im entspannten Imsouane. Viele Surfschulen bieten Kurse für Anfänger:innen und Kinder an, und das Gefühl, die erste kleine Welle zu stehen, ist für Kids und Eltern ein echter Stolzmoment. Selbst wenn am Anfang mehr Wasser geschluckt als gesurft wird 😉


3. In den Timlalin-Dünen Sandboarden
Die Timlalin-Dünen sind wie ein natürlicher Spielplatz: raufstapfen, runtergleiten, lachen, wiederholen. Die Kulisse ist wunderschön, weil hier Wüstenfeeling auf Atlantikküste trifft. Wenn ihr ein Auto habt, müsst ihr das Ganze auch nicht groß vorher planen, sondern könnt einfach hinfahren. Boards werden recht günstig vor Ort verliehen, und dann könnt ihr so lange bleiben, wie es euch gefällt. Für Familien wichtig: Es gibt dort kaum Infrastruktur, also unbedingt genug Wasser, Snacks, Sonnenschutz und etwas gegen den Wind einpacken.


4. Nach den Dünen noch kurz in den Timlalin Canyon
Nach eurem Sandboarding-Abenteuer lohnt es sich, auch noch kurz den Weg in den Timlalin Canyon auf euch zu nehmen. Der kleine Canyon ist deutlich weniger bekannt als die Dünen, aber er ist wirklich schön!Auch wenn es kein riesiger Programmpunkt ist, sondern eher ein kleiner Bonus-Stopp, den viele wahrscheinlich auslassen würden – gerade deshalb lohnt sich der Weg.


5. In Tafedna Lost-Beach-Vibes aufsaugen und abschalten
Tafedna fühlt sich an wie ein Geheimtipp, obwohl es längst keiner mehr ist. Das kleine Fischerdorf liegt etwas ab vom Schuss und genau das macht den Reiz aus. Hier wartet ein schier endloser, breiter, goldener Sandstrand und dieses raue Atlantikgefühl. Hier werdet ihr sofort entschleunigt. Besonders am späten Nachmittag bezaubert Tafedna mit seinem ruhigen Vibe, weichem Licht und unvergesslichen Sonnenuntergängen.


6. Euch ein Henna als kleines Ferienritual gönnen
Ein Henna-Tattoo ist für die Kinder wie ein kleines Ferienabzeichen. Es tut nicht weh, hält nur ein paar Tage und fühlt sich an, als würde man ein Stück Marokko mitnehmen – ganz ohne Souvenir-Stress. Gerade für zwischendurch ist das eine schöne kleine Pause, die sehr spontan umgesetzt werden kann und trotzdem besonders in Erinnerung bleibt. Wir haben auch noch Henna mit nach Hause genommen, über 2 wochen hinweg musste ich es immer wieder auffrischen, so sehr haben die Kids das geliebt.


7. In Essaouira Hafen, Medina und Meeresluft aufsaugen
Essaouira war für uns das Küsten-Finale mit Lieblingsort-Potenzial. Die Stadt ist zwar sehr bekannt und beliebt, bleibt dennoch aber ein absolutes Highlight. Die Kombination aus der Altstadt mit weiß-blauen Häusern, einem langen Sandstrand und dem Meer ist es einfach einzigartig. Die Altstadt ist UNESCO-Weltkulturerbe und hat mit ihrem klaren Grundriss, dem Hafen, den Möwen und dieser ganz eigenen Küstenästhetik wirklich einen besonderen Charakter und dennoch sehr modernen und lockeren Vibes. Für Familien ist Essaouira ein ziemlich perfekter Ort.


8. Kamel oder Pferde reiten am Strand
Ja, es ist touristisch. Sehr sogar. Aber die Kinder lieben es trotzdem, weil es einfach etwas Besonderes ist. Einmal auf dem Kamel oder auf dem Pferd am Strand entlangzureiten, gehört für viele einfach zu einer Marokko-Reise dazu. Man muss das nicht romantisieren, aber als Urlaubsmoment bleibt es vor allem den Kindern in besonderer Erinnerung.


9. In Essaouira mit dem Wind gehen: Drachen steigen lassen oder Kites anschauen
Essaouira trägt den Spitznamen „Wind City“ nicht umsonst, denn gerade zwischen April undOktober gibt es quasi Windgarantie und es tanzen massenweise bunten Kite über der Bucht. Für kleinere Kinder perfekt um einfach mal einen Dachen am Strand steigen zu lassen. Für Größere und sportliche Eltern gibt es einige Kiteschulen, die euch indie Welt des Wind-, Wing- und Kidesurfen einführen. Aber auch einfach nur zuschauen macht hier schon Spaß.


10. Eine Quad-Tour durch Dünen und Strandlandschaft machen
Ja, auch das ist touristisch. Aber das war ein jahrelanger Wunsch unserer Kinder. Nun ja hier ging er in Erfüllung. Rund um Essaouira gibt es unzählige Anbieter die mit euch geführte Touren durch die Dünen machen. Klar, das ist nichts, was man jeden Urlaub macht, aber wenn ihr Lust auf ein bisschen Action habt, ist es vielleicht genau die Art von Programmpunkt, über die die Kinder oft noch lange sprechen.


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Marokkos Atlantikküste mit Kindern hat uns total überrascht: so entspannt, so abwechslungsreich und gleichzeitig voller kleiner Abenteuer. Wenn du noch mehr Lust auf Tipps und Erfahrung für deine Reiseplanung in Marokko suchst, schau dir auch unsere anderen Marokko-Artikel an.
