Home Mexico Yucatans unbekanntes Paradies: El Cuyo mit Kindern besuchen.

Yucatans unbekanntes Paradies: El Cuyo mit Kindern besuchen.

by Kristina

El Cuyo – noch ein unbekanntes, relaxtes Paradies auf der mexicanischen Halbinsel Yucatan. Man sagt ihm nach, noch so zu sein, wie Holbox das einst war, bevor die Lifestyle-Touristen es überschwemmten und man Luxushotels aus dem Boden stampfte. Unbekannt trifft es wohl, denn unser Reiseführer (herausgegeben Ende 2022) hat den Ort noch nicht einmal als Erwähnenswert empfunden. Und so war es eine ganz wunderbare Überaschungstüte die wir hier vorfanden, einfach einem Ratschlag eines Mexicanos folgend, mit dem wir in Puerto Morelos ein wenig geschnackt hatten.

Einen Überblick unserer Reiseroute mit Infos zu allen Stationen kannst du hier nachlesen: Mexico Roadtrip mit Kindern – unsere Reiseroute ab Cancún

Wo findest du El Cuyo und wie kommst du hier her?

El Cuyo ist nur 2,5h von Cancún entfernt und eigentlich genauso einfach zu finden wie die meisen anderen Orte auch. Nur: Es liegt nicht annähernd in der Nähe einer Durchreiseroute, und die Anreise von Mérida (die wir genommen haben) führt überwiegend durch landwirtschaftlich geprägte Gegenden mit jeder Menge Ranchos und Guaven. Die Straßen von Mérida nach El Cuyo sind überwiegend gut, werden aber kurz vorm Ziel immer schlechter. Dennoch ist die Strecke ist mit jedem Mietwagen machbar. Aber Achtung: Besser bei Tageslicht fahren, mexikanische Straßen sind kaum beleuchtet aber mit vielen, teils unmarkierten Speed-Bumps geschmückt.

Auch öffentliche Transportmittel bringen dich nach El Cuyo, auch wenn es gibt keine direkten Verbindungen gibt. Du musst erst nach Colonia Yucatan, von dort gehen dann ca. alle 1,5h Busverbindungen nach El Cuyo.

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Good to know: Was Du nach El Cuyo mitbringen solltest

Bargeld

Ist nicht mehr ganz so wichtig wie noch wor einigen Jahren. Es gibt am Dorfplatz einen Cajero (Bankautomat), und einige der Nahversorger (Mini-Markets) und viele der Restaurants bieten inzwischen Kartenzahlung an, allerdings gelegentlich gegen Gebühr. Um ganz sicher zu sein solltest Du ausreichend Bargeld für deinen Aufenthalt mitbringen.

Bezin/Diesel

Du solltest sicherheitshalber ausreichend Sprit im Tank haben um von El Cuyo wieder wegzukommern, da die lokale Tankstelle wohl nicht immer verlässlich Benzin hat und die nächste Tankstelle schonmal 2h Fahrzeit bedeuten kann. Wer also nicht – wie wir – auf den totalen Nervenkitzel steht ohne Reichweite duzende Kilometer durch die Gegend zu fahren, sollte besser vorher ordentlich volltanken.

Powerbank/Taschenlampe/Kerzen/Buch

Aufgrund seiner exponierten Lage und relativ schlechten Anbindung ans Stromnetz gibt es in El Cuyo 1-2 mal im Monat einen Stromausfall, besonders wenn Schlechtwetter angesagt ist. Solltest Du nicht in einer der Unterkünfte mit Solarstrom absteigen, lohnt sich eine Powerbank und einige Teelichter um nicht im Dunkeln zu sitzen. Im Fall des Falles kannst Du aber getrost dein Smartphone als Taschenlampe verwenden – denn wenn der Strom weg ist, gibt’s auch kein Internet oder Handynetz – eigentlich auch mal ganz nett.

Besondere Dinge

Obwohl sich die Mini-Markets gut an die Nachfrage der Expats und wenigen Touristen angepasst haben, gibt es natürlich nicht das gleiche Angebot wie in Bacalar, Campeche, Tulum oder gar Mérida. Wenn Du also etwas besonderes für deinen Alltag brauchst, solltest Du es mitbringen. Dinge des täglichen Bedarfs vom Essen über Cerveza bis zum USB-Ladegerät und SD-Karten gibt es hier aber normalerweise zu kaufen.

Zeit

In El Cuyo ist alles ein wenig relaxter. Das gilt für alle zwischenmenschlichen Interaktionen (Einkaufen), den Verkehr (Schlaglöcher), und natürlich auch das Internet. Wenn Du ohne High-Speed-Internet nicht leben kannst, ist El Cuyo der ideale Ort für einen Digital Detox. Mit einer TelCel Simkarte solltest Du aber zumindest überall Netz haben. Sofern der Strom nicht ausgefallen ist.

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Was du auf El Cuyo machen kannst:

Entspannen, Spazieren, den Kids beim Sandspielen zusehen

Die endlos weißen Sandstrände laden zum Spazieren und zum Genießen ein. Nichts ist leichter, als sich fallen zu lassen, den Kindern beim Sandlöchergraben und Wellenfangen zuzusehen, ein paar Muscheln zu sammeln und den Blick auf die unendliche Weite des karibisch blauen Meeres zu werfen. Allerdings gibts an den Traumstränden auch kaum Schatten, meidet also am besten die Mittagszeit oder bringt einen Schirm mit.

Achtung: Nach einem Sturm kann es zu einem gehäuften Vorkommen von “Portugisischen Galeeren” kommen. Während unseres Aufenthalts haben wir einige davon am Strand gefunden – nach einem Sturm. Ihr solltet auf jeden Fall jeden Kontakt mit den Polypentieren – besonders mit den bis Tentakeln – vermeiden. Der Kontakt kann sehr schmerzhaft sein und – wenn auch sehr selten – bei geschwächten Personen gefährlich werden.

Wassersport

SUP, Schwimmen oder Kitesurfen – es gibt jede Menge Möglichkeiten sich hier die Zeit zu vertreiben, sollte euch das “am Strand rumliegen und faulenzen” zu fad sein. Oft genug hat man hier guten und stabilen Wind zum Kitesurfen (lernen) ein großes Flachwasserrevier und auch genug Schulen, die Ausrüstung ausleihen. Bei ruhigerem Wetter lohnt es sich durchaus auch mit dem SUP oder Kajak rauszupaddeln, nicht selten bekommt man hier Delfine zu Gesicht.

Tipp: Kitesurfen lernen auf El Cuyo

Auch wenn wir es wegen der hohen Wellen und schwachen Winds (nach dem Sturm) leider nicht aufs Wasser geschafft haben, möchten wir euch die Kiteschule von Marco in Richtung des westlichen Endes von El Cuyo empfehlen. Kiteschule und die Unterkunft haben einen besonderen Vibe. Marco führt die älteste IKO zertifizierte Kiteschule (Kiteboarding El Cuyo Extreme Contro) auf El Cuyo. Mo hat eine super Stunde zum Thema Kite-Kontrolle bekommen – er ist noch immer begeistert.

Sonnenauf- & Untergänge

Wer kann sich jemals an diesem Farbspektakel satt sehen… wir nicht, und so sind wir oft gleich zuerst von unserem strandnahem Häuschen vom Bett zum Strand um die ersten Sonnenstrahlen zu begrüßen. Für den Sonnenuntergang musst du auf die andere Seite der Insel: beim El Cuyo Mirador kannst du neben ein paar Schifferbooten am Steg die Lagune überblicken und die letzten Sonnenstrahlen genießen.

Streetart bestaunen

Richtig karibisch bunt und kreativ ist das verträumte Fischerdorf El Cuyo. Zwischen den bunten Holzhäuschen kann man jede Menge kreativer Street Art entdecken. Schnappt euch ein Fahhrrad und erkundet das Dorf auf eigene Faust, ihr werdet viel entdecken!

Den Spielplatz hinter der Kirche besuchen

Dies ist ein beliebter Treffpunkt und wer mit Kindern unterwegs ist, der wird hier schnell neue Kontakte knüpfen.

Die lokale Natur kennenlernen

El Cuyo ist Teil des Nationalparks Ria Lagartos. Der Park beheimatet gut 40.000 wilde Flamingos, die hier zwischen Juni und September nisten, von denen ein paar auch dauerhaft hier ansässig sind. Außerdem ist es ein kleines Paradies für unzählige weitere Vogelarten, die man in der Lagune entdecken kann.

Aber auch das Meer ist voller Leben: Delfine und Mantarochen sieht man oft nur unweit vom Strand bzw. manchmal vom Pier.

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Ausflüge in die Umgebung

Alles rosa: Bootsfahrt zum Río Lagartos, den Flamingos und Las Coloradas

Von El Cuyo aus kannst du diese zwei Highlights Yucatans ganz easy per Boot erreichen und dir so die mühsame Fahrerei mit dem Auto ersparen. Was die Leute anzieht sind rosa Wolken, bestehend aus tausenden Flamingos, die hier während der Brutzeit (April – Juni) zu sehen sind. Aber auch Las Coloradas – ein durch Mikroorganismen, Algenwachstum und Krebsen rosafarbenes Gewässer – ist ein Touristenmagnet. Eine surreale Landschaft, in der man nicht schwimmen gehen darf aber coole Fotos machen kann.

Lerne Holbox kennen

NUr 31km von El Cuyo liegt das wesentlich bekanntere Holbox, die vor allem durch seine türkisblaue Lagune und die künstlerischen Vibes bekannt wurde. Die Atmosphäre ist ähnlich wie in El Cuyo – entspannt. Es gibt tolle Restaurants und ein paar hippe Läden, jede Menge Streetart und eine traumhaft karibische Kulisse.

Besuche Valladolid

Valladolid ist eine typische, mexikanische Kleinstadt, in der die Uhren langsamer ticken als anderswo. So geruhsam wie heute ist es hier nicht immer gewesen, die Stadt ist vor allem wegen der Auseinandersetzungen zwischen Spaniern und Indígenas zu Zeiten der Conquista (=Eroberung von Yucatán durch die Spanier) bekannt.

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